Wie lernt es sich eigentlich in einem virtuellen Klassenzimmer? Ich habe im Rahmen meines Selbstversuchs „Spanisch lernen“ im digitalen Klassenzimmer gesessen und kann berichten, dass dies eine sehr intensive Erfahrung war. Eine Erfahrung, die ich jedem richtigen Sprachkurs in der Sprachschule vorziehen würde. Allerdings gehört auch ein wenig Glück dazu.

Wie kann ich möglichst früh mit der Anwendung der Sprache beginnen? Das ist eine Frage, die ich mir im Rahmen meines kleinen Live-Experiments immer wieder stelle. Das Lernen mit der App und das Lesen der Bücher ist schön. Um eine Sprache aber richtig zu verinnerlichen, muss man sie sprechen. Ist ein virtuelles Klassenzimmer da die richtige Lösung?

Was habe ich getestet?

Zum Spanischlernen nutze ich bekanntlich aktuell Rosetta Stone (Zu Rosetta Stone | Zum Testbericht). Der Onlinekurs beinhaltet neben dem umfangreichen Sprachkurs ebenfalls Unterricht im virtuellen Klassenzimmer. Dabei sind 4 Sitzungen pro Monat im Preis enthalten. Wer mehr möchte, muss extra zahlen. Rosetta Stone spricht ganz allgemein von Online-Sessions mit Live-Tutoren. Eine „Unterrichtseinheit“ geht 25 Minuten und im digitalen Klassenzimmer können bis zu vier „Schüler“ sitzen.

Wie melde ich mich zum Unterricht an?

Bevor es losgehen kann, muss man sich natürlich erst einmal zum Unterricht anmelden. Glücklicherweise ist die Registrierung, wie die ganze Handhabung, wirklich denkbar einfach. Lektion ausgesucht, zu der man eine Session buchen möchte, gewünschte Zeit auswählen und Platz reservieren. Das war es auch schon!

Genauso leicht ist die eigentliche Nutzung. Vom Start-Bildschirm kann man den Unterricht mit einem Klick beginnen und schon befindet man sich in einem virtuellen Klassenzimmer mit Lehrer und anderen Sprachenlernern.

Wie läuft der Unterricht ab?

Innerhalb des Unterrichts werden die Themen der zugehörigen Lektion wieder aufgegriffen und im Rahmen eines Frage-Antwort Spiels vertieft. Dabei zeigt der Coach verschiedene Bilder, die man auch bereits aus den verschiedenen Übungen kennt und stellt jedem Teilnehmer dazu Fragen, die man beantwortet. Manchmal wird man auch aufgefordert, selbst Fragen zu stellen, um dies ebenfalls einzuüben.

talkREAL-Tipp! Arbeiten Sie mindestens alle Hauptlektionen des jeweiligen Kapitels durch, damit Sie alle Vokabeln zumindest schon mal gehört haben. Das erleichtert vieles!

Pro und Contra – Sprachunterricht im virtuellen Klassenzimmer

Der eigentliche Unterricht ist dem einer Sprachschule sehr ähnlich. Allerdings hat man wesentlich weniger Teilnehmer „um sich“. Das heißt aber trotzdem, dass man auch hier der teils falschen Aussprache der Anderen lauschen muss. Ein Nachteil, den der Sprachunterricht im Klassenformat per se mit sich bringt.

Sprachen lernen. Lass dich jetzt coachen.

Zugegeben habe ich auch nicht die besten Erfahrungen mit herkömmlichem Sprachunterricht in Sprachschulen gemacht. Den Lehrkräften dort ist die Unterrichtsgestaltung meist freigestellt, und da diese auch häufig wechseln, ist ein konstantes Lernen nicht immer gegeben. Das ist in einem virtuellen Klassenzimmer, das an einen Online-Sprachkurs gekoppelt ist, wesentlich besser. Man hat immer den Bezug zu dem vorab Gelernten. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der/ Tutor/in häufig wechselt.

Sehr positiv ist mir ebenfalls die Frequenz, mit der man selbst aktiv spricht, aufgefallen. Dazu wird man ständig aufgefordert, die kleine Gruppengröße tut ihr Übriges dazu. Und ganz im Rosetta Stone Stil hält man sich auch nicht lang mit grammatikalischen Erklärungen oder Ähnlichem auf, sondern vielmehr steht das aktive Sprechen im Vordergrund.

Hier kommt dann auch das in der Einleitung erwähnte Glück ins Spiel. In einem früheren Test in der englischen Sprache, saßen immer auch drei weitere Mitschüler auf ihren digitalen Stühlen und so waren wir immer eine größere Runde. Bei meinem letzten Test in der spanischen Sprache war ich allerdings komplett alleine im virtuellen Klassenzimmer. Keine Mitschüler, nur die Tutorin!

Ein Blick in das virtuelle Klassenzimmer

Deshalb war dies für mich auch eine sehr intensive Erfahrung. 25 Minuten non-stop im Spanischen zu sprechen, das war eine echte Herausforderung und mir brummte der Kopf zum Ende hin. Der Lerneffekt war immens und ich war begeistert, wie wertvoll diese Lerneinheit war. Gleichzeitig merkte man auch, dass es ein Unterschied ist, die richtige Antwort in einer Übung im Sprachkurs zu finden oder eben selbst einen richtigen Satz zu formulieren. Zwischen-Fazit: Wer alleine im virtuellen Klassenzimmer sitzt, hat einen großen Mehrwert!

Praxis-Tipp zum erfolgreichen Lernen im virtuellen Klassenzimmer.

Der virtuelle Klassenraum bei Rosetta Stone ist so aufgebaut, dass man selbst den/ die Tutor/in sehen kann. Er/Sie im Umkehrschluss mich aber nicht sehen kann. Das gilt es zu bedenken. Ein einfaches Schulterzucken, wenn man eine Antwort nicht weiß, hilft da nicht viel.

Lerneffekt: Für die kommende Session werde ich mir einige Fragen und Sätze vorab zurechtlegen.

  • Ich weiß nicht.
  • Ich kenne das Wort nicht.
  • Ich kann Sie nicht verstehen.
  • Können Sie bitte langsamer sprechen.
  • Können Sie bitte lauter sprechen.
  • Wie sagt man im Spanischen…?
  • Ist … männlich oder weiblich?

Diese kleinen Helfer (natürlich auf Spanisch oder der Sprache, die Sie gerade lernen) sind mit Sicherheit nützlich, wenn man nicht weiter weiß oder eine klärende Rückfrage hat. Und dies ist, wenn man noch, wie ich, ganz am Anfang steht, häufig der Fall.

Fazit – Virtuelles Klassenzimmer

Mein Spanischunterricht im virtuellen Klassenzimmer war eine sehr gute Erfahrung. Umso kleiner die Gruppengröße, desto intensiver die Lernerfahrung. Gerade, da vier Unterrichtseinheiten bei Rosetta Stone im Preis inbegriffen sind, kann ich dies nur jedem empfehlen, es auch zu nutzen.

Für mich ist es in meinem frühen Stadium des Lernens eine tolle Möglichkeit, die Sprache aktiv anzuwenden und erste Wörter und Redewendungen zu festigen. Gerade da bei Rosetta Stone immer der Bezug zu den Lektionen des Onlinekurses besteht. Ich werde den Unterricht im virtuellen Klassenzimmer definitiv auch weiterhin in Anspruch nehmen.

Haben Sie selbst auch schon in einem virtuellen Klassenzimmer gesessen? Wie sind Ihre Erfahrungen? Wer das Ganze bei Rosetta Stone testen möchte, kann dies durch Klick auf den nachstehenden Button machen. (Rosetta Stone gewährt eine 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie, so kann man dies auch ohne Gefahr einfach einmal ausprobieren.)

Jetzt virtuellen Unterricht testen!

 

Bildnachweis: © stocksnap.io/author/7552

About Christian Roth

Christian ist Gründer von talkREAL.org und YouDuApp.com. Er liebt es, mittels Technologie das Lernen zu vereinfachen. Auf talkREAL gibt Christian darüber hinaus Tipps, wie man seinen eigenen Lerntyp beim Lernen optimal berücksichtigt.

One Comment

Schreibe einen Kommentar