Angenommen, du willst Französisch lernen und fängst mit höchster Motivation an. Jeden Tag lernst du etwas Neues dazu, alles ist interessant. Am Abend, wenn du deine Lernmaterialien wegräumst, kannst du es kaum erwarten, am nächsten Tag weiterzulernen.

Aber … Irgendwann wird der Tag kommen, an dem du keine Lust zum Lernen hast. Du hast das Gefühl, keine Fortschritte zu machen, dein Lernen ist ein bisschen langweilig geworden. Da kommen natürlich auch Fragen auf wie: Soll ich überhaupt weiterlernen? Und überhaupt: Warum sind manche Sprachlerner hochmotiviert und auf lange Sicht erfolgreich? Haben sie denn keine schlechten Tage?

 

Was der erfolgreiche Sprachlerner anders macht

Der erfolgreiche Lerner hat auch Tage, an denen sein Schweinehund ein richtiges Monster ist. Auch der erfolgreiche Lerner hat genügend andere Aufgaben zu erledigen – die Ausrede „Ich habe keine Zeit zum Lernen“ gilt für ihn aber trotzdem nicht.

Meiner Meinung nach geht der erfolgreiche Lerner positiv an das Lernen heran. Er sieht das Lernen nicht als notwendiges Übel an, zu dem er von der Familie oder von äußeren Umständen getrieben wird. Vielmehr lernt er aus eigenem Antrieb und mit Spaß.

 

Lernen und Spaß? Schließt sich das nicht gegenseitig aus?

Nein, Lernen macht Spaß. Es muss sogar Spaß machen, denn nur die Tätigkeiten, die dir gefallen und dir Spaß machen, wirst du auf lange Sicht beibehalten. Du solltest nur, wenn dir das Lernen keinen Spaß macht, dein Lernverhalten überdenken und unsere Motivationstricks ausprobieren.

 

Unsere Tricks für deine Motivation

 

1) Fange einfach an

Der Anfang ist das Schlimmste. Daher kochen sich viele Lerner erst einmal Kaffee, räumen den Schreibtisch auf oder putzen die Küche. Nur damit sie nicht anfangen müssen zu lernen. Aber wo ist das Problem? Vermutlich gibt es hier zwei Probleme:

Problem 1: Du weißt nicht, wie du anfangen sollst, weil du den Überblick über deinen Lernstoff verloren hast

Das lässt sich lösen, indem du dir einen Lernplan schreibst. Wenn du dabei Hilfe brauchst, stehen wir dir gerne zur Verfügung. Nimm einfach Kontakt mit uns auf.

Problem 2: Du siehst einen Riesenberg Arbeit vor dir, weil du einen Text übersetzen, zwei Kapitel hören und zwanzig Übungssätze bearbeiten willst.

Hier kannst du dir deinen Handywecker auf 5 Minuten einstellen. 5 Minuten lernen, sonst nichts. Nach diesen 5 Minuten entscheidest du: Hörst du auf oder machst du weiter? Da der Anfang das Schlimmste ist, wirst du in den meisten Fällen weiterlernen. Und falls du doch einmal aufhören solltest, sind 5 Minuten immer noch besser als gar nichts. In diesen 5 Minuten hast du wenigstens einen Text angehört oder 10 Übungssätze bearbeitet.

 

2) Teile dein großes Ziel in viele kleine Teilziele ein

Du siehst dein Ziel „Ich möchte bis zu meinem nächsten Frankreichurlaub eine halbstündige Unterhaltung mit einem Franzosen führen können“ vor dir wie den Paris-Marathon mit 42,195 Kilometern? Was würden diese Marathonläufer jetzt machen? Sie teilen sich den Lauf ein, Kilometer um Kilometer, Getränkestation um Getränkestation. Sie denken immer nur bis zum nächsten kleinen Kilometerschild. Genauso machst du es auch: Denke immer nur an den nächsten Schritt, das nächste Themengebiet, den nächsten Text. Konzentriere dich nur auf dein Tagespensum. Wenn du das mehr als 300 Mal pro Jahr machst, kommst du sehr weit. 15 Minuten pro Tag machen 105 Minuten pro Woche, 420 Minuten pro Monat und 5040 Minuten pro Jahr. 5040 Minuten sind übrigens 84 Stunden – also mehr als zwei volle Arbeitswochen! Hört sich das nicht großartig an?

 

3) Eat the frog

Frösche? Was haben denn Frösche mit deinem Sprachenlernen zu tun? „Eat the frog“ ist ein Begriff von Brian Tracy, einem US-amerikanischen Sachbuchautor mit Bestsellern im Bereich Erfolg in der Wirtschaft, im Verkauf und in der Persönlichkeitsentwicklung.

„Eat the frog“ bedeutet natürlich nicht, dass Frösche im wörtlichen Sinne eine Rolle spielen, sondern dass du die wichtigste Aufgabe des Tages gleich in der Früh erledigst. Die wichtigste Aufgabe des Tages ist für dich übrigens das Sprachenlernen.

Natürlich kannst du als Berufstätiger nicht jeden Tag am Vormittag 3 Stunden lang Französisch lernen, aber vielleicht kannst du ja zum Frühstück schon eine französische Zeitung lesen oder auf dem Weg zur Arbeit einen französischen Podcast hören? Bearbeite doch deine Vokabeln auf deinem Smartphone gleich nach dem Aufstehen – so mache ich das -, dann hast du das schon erledigt und startest mit einem guten Gefühl in den Tag. Und wenn du das regelmäßig in deine Morgenroutine mit aufnimmst, dauert es keine 10 Minuten – versprochen!

Sprachen lernen. Lass dich jetzt coachen.

4) Ändere die äußeren Umstände

Dich hindern äußere Umstände am Lernen? Dann ändere sie.

Deine Familie stört? Natürlich kannst du deine Kinder oder deinen Ehepartner nicht einfach ausschalten wie ein Radio, aber du kannst sicherlich mal 20 Minuten in ein anderes Zimmer gehen. Oder schicke deine Familie mit dem Hund raus.

Du ärgerst dich immer mit diesem kostenlosen Internet-Wörterbuch herum, weil es so umständlich zu bedienen ist? Dann kaufe dir ein vernünftiges Wörterbuch.

Andauernd erfindest du Ausreden, nur damit du nicht mit dem Lernen anfangen musst? Dann überdenke zuallererst einmal dein Ziel. Wenn du zum Entschluss gekommen bist, dass du die Sprache weiterlernen willst, dann schreibe dir einen Plan und fange an.

Vor deinem Haus ist eine Baustelle und der Lärm stört dich beim Lernen? Dann denke an andere Lernorte, zum Beispiel ein Café, der örtliche Park oder die Bücherei. Selbst WLAN gibt es schon häufig, so dass du dort sogar deine Online-Kurse bearbeiten kannst.

 

5) Du bist etwas sprachmüde?

Hier habe ich gleich fünf Tipps für dich

Tipp 1:

Du kannst beispielsweise, wenn dir das Lesen in deiner Lernsprache momentan zu schwerfällt, in deiner Muttersprache lesen. Allerdings sollten es Bücher sein, die dein Zielland zum Thema haben, dir Tipps geben oder von Personen handeln, die dein Ziel schon erreicht haben. Beim Sprachenlernen sind das zum Beispiel Bücher von Benny Lewis oder Gabriel Wyner. Oder das von mir. Das heißt übrigens „Sprachen lernen – Tolle Tipps und Tricks“ und ist auf Amazon und anderen Portalen, aber auch in jeder Buchhandlung erhältlich.

Tipp 2:

Außerdem könntest du dir neues Lernmaterial zulegen. Vielleicht arbeitest du mit dem neuen Online-Kurs oder Französisch-Wörterbuch gleich viel lieber, vor allem wenn die Materialien relativ teuer waren…

Tipp 3:

Reduziere dein Lernpensum auf die Hälfte. Das hilft oft schon, wieder Land zu sehen und einen klaren Kopf zu bekommen. Häufig hast du dich nämlich verzettelt und die Lust verloren, weil du zu viel in deinen Lerntag hineingepackt hast. Erledige eine Zeitlang also nur die Hälfte und stocke dann nach und nach wieder auf – solange es dir guttut.

Tipp 4:

Erledige nur die angenehmen Seiten des Lernens. Du hast momentan keine Lust zum Lesen? Dann höre Hörbücher in Französisch. Du hast keine Lust auf Grammatikübungen? Dann nimm Konversationsunterricht auf Italki. Kümmere dich um die Bereiche, die dir Spaß machen, und vernachlässige (eine Zeitlang) die, die dich stressen und nerven. Nach und nach kannst du die „ungeliebten“ Aufgaben ja wieder dazu nehmen.

Tipp 5:

Schreibe eine Liste mit Lernaufgaben und nimm diese Liste bei Bedarf als Grundlage, wenn du keine Lust zum Lernen hast. Suche dir die Aufgabe aus, die dir am besten gefällt, und erledige sie. Vielleicht ist es eine, die dich nicht unbedingt deinem Ziel näherbringt, aber zumindest bleibst du auf dem Lernweg. Wenn du diese Aufgaben auf einzelne kleine Zettel schreibst, faltest und ihn eine Schachtel legst, dann hast du auch noch eine kleine Überraschung mit dabei. Du erledigst nämlich immer das, was auf dem gezogenen „Los“ steht.

6) Lobe dich selbst

Lobe dich für jeden geschafften Lernschritt selbst, wenn es schon kein anderer tut. Ein bisschen Schulterklopfen tut jedem gut.

 

7) Der wichtigste Tipp!

Lasse niemals niemals niemals zwei Lerneinheiten hintereinander ausfallen. Damit dir diese Umsetzung leicht fällt, lies doch unseren Artikel zu den Routinen.

 

8) Buche eine Beratung bei uns

Wir haben noch viel mehr Tipps auf Lager, wie du solche Phasen mangelnder Motivation überstehst und mit neuem Schwung durchstarten kannst. Wir kümmern uns um dich und päppeln dich wieder auf.

 

Also, wann sehen wir dich in unserer Beratung? Wir freuen uns auf dich!

 

 

Bildnachweis: © Pixabay.com – Concord90

About Christine Konstantinidis

Autorin, Sprachlehrerin und Coach. Christine unterstützt Menschen seit Jahren beim Sprachenlernen. Passion ist Passion! Genau diese Leidenschaft plus kreative Lerntechniken bringt Christine in die Lernberatung und in die Blogartikel ein!

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