startREAL (Teil02) – Der richtige Start macht den Unterschied: Einstellung und Motivation

Sprachenlernen ist manchmal wie ein Sprung ins kalte Wasser

Wie starte ich richtig in mein neues Sprachabenteuer? In Teil 01 der kleinen Blog-Serie haben wir gesehen, dass es unbedingt notwendig ist, ein Sprachzentrum aufzubauen, in dem wir die neue Sprache abspeichern können. Nun wenden wir uns deiner Motivation zu, denn davon braucht es eine ganze Menge, vor allem bedarf es der richtigen Einstellung!


Die Artikel der Blog-Reihe „startREAL – Der richtige Start macht den Unterschied“ im Überblick:

Teil 01: Das Sprachzentrum
Teil 03: Bilde Lern-Gewohnheiten
Teil 04: Finde deine persönlichen Stärken


Die Frage nach dem „Warum?“

Zu Beginn solltest du auf jeden Fall klären, warum du eine neue Sprache lernen willst. Dabei gibt es natürlich die verschiedensten Beweggründe, die von den schönsten Gründen, wie der Liebe, bis hin zu negativen Motivatoren, wie schlechte Noten, reichen können.

Eine kleine Übung kann diesen Teil vereinfachen. Bitte nimm dir 5 Minuten Zeit und beantworte die folgenden drei kurzen Fragen:

  1. Warum möchtest du die Sprache lernen?
  2. Was ist dein Ziel in der Fremdsprache?
  3. Wie wird das Erreichen dieses Zieles dein Leben verändern?

Schließe ruhig die Augen und gehe tief in dich. Visualisiere, was es bedeutet, wenn du dein ganz persönliches Ziel mit der Sprache erreicht hast. Male dir die schönsten Momente in allen Farben und Formen aus und du darfst auch ein wenig übertreiben. Denke immer daran, du begibst dich auf ein Sprachabenteuer und du bist der Held!

Schreibe dann bitte zu jeder Frage mindestens drei Sätze auf. Notiere es so, dass du es dir immer wieder vor Augen führen kannst! Beispielsweise elektronisch. Warum nicht ein neues Hintergrundbild an deinem Computer einstellen, das dich an dein Ziel erinnert?!

Deine Interessen = dein Erfolg

Nun kennst du also dein Ziel. Stellt sich aber die Frage, wie erreichst du selbiges? Die Antwort erhält man, wenn man sich anschaut, was die wirklich erfolgreichen Sprachgenies eigentlich so erfolgreich macht?! Genau dies habe ich in einer kleinen Blog-Serie bereits diskutiert. Ich rede dabei von sogenannten „Polyglots“ (zu Deutsch „Polyglotten“). Nehmen wir z.B. Luca oder Steve Kaufmann, sie alle sprechen weit mehr als 10 Sprachen! Schaut man sich deren Vorgehensweisen etwas genauer an, so fällt auf, dass sie alle unterschiedlich lernen, aber es lassen sich durchaus auch bestimmte Verhaltensmuster erkennen, die ich in den 20 Tipps zum erfolgreichen Sprachenlernen zusammengefasst habe.

Was machen diese Sprach-Superstars also anders? Denn langweilige Übungen, stupide Vokabellisten und das Auswendiglernen von Grammatikregeln sucht man meist vergebens. Die Antwort ist viel simpler als gedacht: Sie machen das, was sie gerne tun, einfach in der Fremdsprache! Und genau das ist der Schlüssel zum Erfolg. Finde deine Leidenschaft und lebe sie in der Fremdsprache!

Tausche „Müssen“ gegen „Wollen“

Deinen Interessen und Hobbies in der Fremdsprache nachzugehen, ist besonders wichtig, wenn du eine Sprache lernen musst! Sei es für die Schule oder den Job. „Müssen“ ist kein guter Motivator. Aber deine Lieblingshobbies oder auch Lieblingsfilme sind es sehr wohl und es dürfte kein Problem sein, damit mehrere Stunden zu verbringen. Tausche also „Müssen“ gegen „Wollen“!

Ein bisschen Spaß muss sein, dann kommt „der Rest“ von ganz allein!

Apropos Lieblingsfilm – Wie oft hast du diesen schon gesehen? Bestimmt gibt es auch das ein oder andere Buch, das du schon mehrmals gelesen hast?! Es gibt einfach Dinge, die machen uns so viel Spaß, dass wir sie die ganze Zeit machen könnten. Und genau da liegt das gar nicht so geheime Geheimnis des erfolgreichen Sprachenlernens. Hier ein paar weitere Anregungen:

  • Schau deine Lieblingsserie in Portugiesisch.
  • Höre dir die Übertragung des nächsten NBA Spiels in Englisch an.
  • Lies das Musik-Magazin in Französisch.
  • Schaue die Live-Übertragung des Fußball-Spiels auf einem spanischen Sender.
  • Belege den Kochkurs bei einem italienischen Muttersprachler.

Dies alles sind Beispiele, wie du deine Hobbies und deine Leidenschaft mit dem Sprachenlernen sinnvoll kombinieren kannst. Und das macht meines Erachtens alles viel mehr Spaß als stupides Lernen.

tR-Tipp! Zu Amazon kann man stehen wie man will, aber deren „Erweiterte Suche“ ist für uns Sprachenlerner Gold wert. Man hat dort die Möglichkeit in der Filmsuche, bei Audio und Untertiteln die gewünschte Zielsprache anzugeben und so ganz gezielt zu suchen. Das spart viel Zeit und macht das Leben leichter.

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Immer gut sind auch Hörbücher. Es wäre klasse, wenn es sich dabei um eine ungekürzte Lesung handeln würde. Denn dies wird später in der Phase des aktiven Lernens ebenfalls wichtig. Download-Abos wie beispielsweise Audible sind meines Erachtens sehr gut, wenn du langfristig viel passiv Hören willst, was ja gerade zu Beginn des Lernens für den Aufbau des Sprachzentrums wichtig ist.

Lese-Tipp! Weitere Ideen zum Thema findest du in dem Artikel „7 Motivations-Tipps zum erfolgreichen Lernen einer Fremdsprache„.

Der richtige Start macht den Unterschied – So geht es weiter!

Ein Wort noch zum wiederholten Anschauen von Filmen. Es ist sinnvoll, einen Film zunächst in Deutsch anzuschauen und dann noch einmal in der Fremdsprache. In dem nächsten Beitrag dieser Blog-Serie schauen wir uns dann an, wie du entsprechende Lerngewohnheiten bildest und das kann dann sehr gerne auch das wiederholte Schauen deines Lieblingsfilmes sein. Übrigens, Gewohnheiten sind so viel wichtiger als reine Vorsätze! Warum dem so ist und wie du Gewohnheiten am einfachsten in deinen Alltag integrierst, erfährst du dann in Teil 03! Stay tuned!

In der Zwischenzeit freue ich mich über Kommentare, ob auch du bereits mit Serien, Filmen und Büchern gute Erfahrungen gemacht hast!


About Christian Roth

Christian ist Gründer von talkREAL.org und YouDuApp.com. Er liebt es, mittels Technologie das Lernen zu vereinfachen. Auf talkREAL gibt Christian darüber hinaus Tipps, wie man seinen eigenen Lerntyp beim Lernen optimal berücksichtigt.

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