startREAL (Teil01) – Der richtige Start macht den Unterschied: Das Sprachzentrum

Sprachenlernen - Der Sprung ins kalte Wasser

Du hast dir vorgenommen, im neuen Jahr deine Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen? Na dann ab zu Hugendubel, Amazon und Co. und direkt ein Sprachkurs gekauft, richtig? Falsch! Denn was bringt dir der beste Sprachkurs der Welt, wenn du dir das Gelernte nicht merken kannst – Sprich, dir ein Sprachzentrum fehlt? Zum Start einer vierteiligen Blog-Serie erfährst du in diesem Artikel, wie du dich und dein Gehirn richtig auf das Sprachenlernen vorbereitest und der Sprung ins kalte Wasser gelingt!


Die Artikel der Blog-Reihe „startREAL – Der richtige Start macht den Unterschied“ im Überblick:

Teil 02: Einstellung und Motivation
Teil 03: Bilde Lern-Gewohnheiten
Teil 04: Finde deine persönlichen Stärken


Fundament benötigt – Darum brauchst du ein Sprachzentrum!

Ich wette du hast schon mal eine Datei auf dem PC abgespeichert, oder?! Und selbstverständlich brauchst du dafür eine Art Speicher, meist eine Festplatte. Und genauso ist es auch beim Sprachenlernen. Nur, dass die Festplatte Sprachzentrum heißt.

Wie unser Gehirn neue Wörter und somit Sprache abspeichert, ändert sich übrigens im Laufe unseres Lebens. Und so muss der erste Schritt sein, neue Nervenbahnen anzulegen. Einfach darauf loslernen hat also kaum einen Effekt, da dein Gehirn die neue Information gar nicht speichern kann.

Sprache hören – So legst du dein Sprachzentrum an!

Im Grunde ist es ganz einfach, ein geeignetes Sprachzentrum aufzubauen. Du musst dazu deine Wunschsprache nur so viel wie möglich hören!

Klingt nicht gerade kompliziert, oder? Also worauf wartest du? Im Folgenden findest du einige Ideen, wie du sofort beginnen kannst, dich mit deiner Zielsprache zu umgeben. Dabei spielen die Inhalte zu Beginn erst einmal keine Rolle. Es ist auch völlig normal, dass du anfangs wenig bis nichts verstehst. Je fremder die Sprache ist, umso weniger wirst du verstehen, vielleicht nicht einmal, wo ein Wort anfängt und wo es aufhört. Darum kannst du dich später kümmern, nun heißt es erst einmal: Hören – Hören – Hören!

Hier sind einige Vorschläge, wie du direkt beginnen kannst, dein Gehirn auf das Lernen der neuen Sprache vorzubereiten:

YouTube:

Bevor du YouTube direkt ansteuerst, mache doch einen kleinen Umweg über Google-Translate und übersetze das Wort „Kindergeschichte“ in deine Wunschsprache. Kopiere und füge die entsprechende Übersetzung dann in YouTube ein und lass die verschiedenen Geschichten im Hintergrund so viel und so lange wie möglich laufen. Diese haben übrigens meist den Vorteil, dass sie langsamer gesprochen sind und meist ein einfacheres Vokabular verwenden.

(Online-) Radio:

Finde einen Radiosender in deiner Fremdsprache und höre ihn am besten einige Stunden täglich.

Podcasts:

Viele Smartphones oder Computer-Programme wie iTunes bieten die Möglichkeit, verschiedene Podcasts zu abonnieren. Mach dich auf die Suche nach entsprechenden Angeboten und konsumiere sie. Am besten in einer Dauerschleife.

Musik:

Höre dir Musik in der Fremdsprache an. Dies kann den Vorteil haben, dass die Noten die einzelnen Wörter besser betonen. Ich persönlich nutze gerne Musik Streaming Dienste wie Napster. Dort kann man aus verschiedenen Kanälen wählen oder sich eigene Mixes zusammenstellen. Auf diese Weise entdeckt man häufig wahre musikalische und kulturelle Perlen.

Hören, Hören, Hören ist der richtige Start beim Sprachenlernen

Das Ziel dieser Liste ist es, dir Möglichkeiten aufzuzeigen, wie du dich schnell und einfach mit der Sprache umgeben kannst. Dabei reicht es, wenn du diese im Hintergrund laufen lässt, während du aktiv am PC arbeitest, Auto fährst oder kochst, etc. Wenn möglich, dann versuche, die Sprache mindestens 2 Stunden je Tag zu hören!

Wenn ich dies in einem persönlichen Gespräch sage, höre ich oft als Antwort: „2 Stunden täglich Lernen, das ist viel zu viel!“ Dazu kann ich aber nur sagen: „Nein, ist es nicht!“ Denn es geht nicht darum, aktiv zu lernen, sondern passiv zu hören. Das ist ein großer Unterschied!

Solltest du bspw. auf der Arbeit nicht die Möglichkeit haben, nebenbei den neuen Klängen lauschen zu können, dann versuche bitte, andere Möglichkeiten zu finden. Sei kreativ – wie viel Zeit vergeht beispielsweise zwischen Aufstehen und Arbeitsbeginn? Machst du Sport? Nutze kleine Wartepausen, etc.! Wenn du noch nicht ganz überzeugt bist, dass es möglich ist, dann kann ich dir den Blog-Beitrag „Die „Keine Zeit“ – Ausrede hat ausgedient!“ empfehlen. Die dortigen Tipps können dir helfen, deine eigene Zeit wieder zurück zu gewinnen.

Der richtige Start macht den Unterschied – So geht es weiter!

Und nun lehne dich einmal kurz zurück und lass auf dich wirken, was ich dir gerade erzählt habe. Vergleiche dies einmal mit deinen bisherigen Erfahrungen rund ums Sprachenlernen. Ist das reine passive Hören nicht ein wunderbar einfacher Einstieg?!

Und du wirst sehen, wenn du so mit dem Sprachenlernen startest, wirst du wesentlich erfolgreicher sein. In der aktiven Phase lernst du schneller und wirst ständig neue Erfolgserlebnisse haben, die dich motivieren, weiterzumachen!

Apropos weitermachen auch diese kleine Blog-Serie geht in 2 Tagen weiter, denn es gibt noch ein paar Schalter, die wir zusammen auf Erfolg stellen können!

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About Christian Roth

Christian ist Gründer von talkREAL.org und YouDuApp.com. Er liebt es, mittels Technologie das Lernen zu vereinfachen. Auf talkREAL gibt Christian darüber hinaus Tipps, wie man seinen eigenen Lerntyp beim Lernen optimal berücksichtigt.

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