Die Sprachlern-App Drops im Test

Frau testet Drops App am Handy

Titelbild: © Depositphotos.com/Goodluz

Die Sprachlern-App Drops flog lange unbemerkt außerhalb meines Radars. Umso mehr freute ich mich auf den anstehenden Drops Test. So habe ich die App auf mein Smartphone heruntergeladen, erst einmal die freien Inhalte angesehen und mich anschließend im Rahmen einer Aktion für den Jahreszeitraum angemeldet. Hier folgt mein Fazit in Form des Drops Testberichts nach mehrwöchigem Lernen mit der Drops App.

Überblick: Drops im Test

Vorteile

  • Motivation durch das Erreichen von Streaks
  • Eine riesengroße Auswahl an Sprachen
  • Eine Bild-Wort-Verknüpfung zu jedem einzelnen Eintrag
  • Die Möglichkeit, die Sprechgeschwindigkeit zu verlangsamen

Nachteile

  • Nur Basisfunktionen zum Vokabellernen
  • Nicht ausreichend Lerninhalte für (weit) fortgeschrittene Lerner
  • Keine Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Lernern
  • Undurchsichtige Preispolitik

Kurzfazit: Drops ist definitiv nicht schlecht, doch andere Sprachlern-Apps sind besser.

Drops war die Google-App des Jahres 2018 – und ich war neugierig, ob diese den Titel auch wirklich verdient. Ich näherte mich also der App wie ein normaler Sprachlerner, indem ich einfach intuitiv mit dem Lernen begonnen habe. Drops ist eine nützliche App, die einem hilft, neue Wörter zu lernen. Schönes Design ist aber leider nicht alles und so fällt es uns schwer, Drops zu empfehlen, da andere Anbieter mehr bieten, für teilweise weniger Geld.

Im Folgenden findest Du den detaillierten Testbericht. Dabei geben wir unsere Erfahrungen mit Drops aus nach mehrwöchigem Testen wieder.

Fazit Drops Test

Inhaltsübersicht:

>> Seite 01: Kurzfazit – Was wurde getestet – Umfang & Features
Seite 02: Didaktisches Konzept – Benutzerfreundlichkeit
Seite 03: Zielgruppe – Preis/Leistung – Alternativen – Fazit


Von Beginn an gefällt mir Drops im Test. Die App bringt die Basis-Features mit, die einem helfen, sein Vokabular aufzubauen. Drops hat ein sehr ansprechendes Design mit sehr schönen Farben. Doch leider gibt es da auch ein größeres Problem. Alle Details folgen nun im ausführlichen Test.

Drops App Logo

Was wurde getestet?

Ich nutze die App Drops seit mehreren Wochen und lerne vor allem Portugiesisch damit. Ich habe aber auch Französisch getestet, eine Sprache, die ich schon gut kann. In Portugiesisch bin ich fortgeschrittener Anfänger, etwa auf dem Niveau A2. Zudem probiere ich Schwedisch, worin ich noch keine Kenntnisse habe, und Russisch, ebenfalls als Komplettanfänger. Russisch habe ich gewählt, weil die Sprache ein anderes Alphabet benutzt. So habe ich eine gute Bandbreite für die App gefunden – und für das Projekt „Drops im Test“.

Ich habe die Android App genutzt (iOS wird auch unterstützt). Ich habe ein relativ neues Handy, das Huawei P30 – und darauf läuft die App sehr schnell und problemlos. Nicht ein einziges Mal hat sie sich aufgehängt oder lange Ladezeiten gebraucht. Das ist, finde ich, schon ein großer Vorteil, denn nichts ist nerviger, als auf das nächste Wort zu warten oder immer wieder von vorne beginnen zu müssen.

Am Computer ist das Lernen nicht möglich, man braucht also zwangsläufig ein Tablet oder ein Smartphone. Das ist aber nicht schlimm, denn die App setzt ja auf „Wischbewegungen“, welche am Computer meist sowieso nicht möglich sind.

Einblick in das visuelle Wörterbuch von Drops

Wie schon gesagt, läuft die App auf meinem Smartphone sehr flüssig und absolut störungsfrei. Technisch scheint die App auf dem neuesten Stand zu sein, die Audioqualität ist sehr gut, die Sprecher haben eine gute Aussprache und angenehme Stimmen. Das ist meiner Meinung nach ziemlich wichtig, denn niemand möchte gerne Sprechern mit unsympathischen Stimmen minuten- oder gar stundenlang zuhören.

Auch mein Mann hat die App getestet, in Spanisch. Er hat sich aber auf die freie Version beschränkt, die eine tägliche Lernzeit von fünf Minuten erlaubt. Er findet die App gut, aber ein bisschen bunt. Seine Einschätzung war ebenfalls, dass ganze Sätze und eine Spracherkennung zum Vergleich der Aussprache fehlen. Gerade wer Rosetta Stone (zum Testbericht) kennt und schätzt, weiß, wie hilfreich eine gute Spracherkennung sein kann.

Umfang und Features: Drops bietet viele Sprachen und ein ansprechendes Design

Das Lernen selbst ist nur auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Allerdings bietet die Internetseite ein nettes Zusatzfeature: das visuelle Wörterbuch. Dieses kann auf dem Smartphone nicht abgerufen werden.

Auf dem Smartphone kann der allgemeine Sprachkurs, in Themenbereiche gegliedert, bearbeitet werden. Dieser Kurs ist eingeteilt in die Themen:

  • Essen und Trinken
  • Redewendungen für Reisende
  • Grundlagen
  • Natur und Tiere
  • Mensch und Gesundheit
  • Reisen und Fahrzeuge
  • Heim und Garten
  • Stadt und Geschäfte
  • Beruf und Technik
  • Mode und Bekleidung
  • Spaß und Erholung
  • Wissenschaft und Wissen
  • Sport und Fitness
  • Gesellschaft und Politik

Pro Rubrik gibt es zwischen 6 und 17 Einzelkurse.

Außerdem befindet sich in der App das persönliche Profil, die Sammlung der bereits gelernten Wörter und das sogenannte Dojo. Das Dojo übt Wörter mit optimalem Lernergebnis, allerdings wird es erst nach 50 gelernten Wörtern freigeschaltet. Informationen, ob die Kurse im Laufe der Zeit noch erweitert werden, habe ich nicht gefunden.

In der freien Version hat man zwar Zugriff auf alle Sprachen, aber immer nur fünf Minuten pro Tag und auch nur auf die jeweils erste Lektion der Kategorie. Wenn man alle Einzellektionen bearbeiten möchte, muss man die Premiumversion kaufen.

Welche Sprachen gibt es bei Drops im Test?

Drops bietet die folgenden Sprachen an:

Arabisch, Chinesisch (Kantonesisch), Chinesisch (Mandarin), Deutsch, Dänisch, Englisch (Amerikanisch), Englisch (Britisch), Esperanto, Französisch, Hawaiianisch, Hebräisch, Hindi, Indonesisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Maori, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilianisch), Portugiesisch (Europäisch), Russisch, Samoanisch, Schwedisch, Spanisch (Kastilisch), Spanisch (Lateinamerikanisch), Tagalog, Thai, Türkisch, Ungarisch, Vietnamesisch

Wie man sieht ist dies ein sehr breites Feld an verschiedenen Sprachen. Gerade wer eher „exotische“ Sprachen lernen möchte, wird hier fündig. Obgleich auch dies kein Alleinstellungsmerkmal ist. Aber dazu später mehr.

Drops

7.3

Didaktik:

6.5/10

Benutzerfreundlichkeit:

8.5/10

Preis-Leistung:

7.0/10

Vorteile

  • Motivation durch das Erreichen von Streaks
  • Eine riesengroße Auswahl an Sprachen
  • Eine Bild-Wort-Verknüpfung zu jedem einzelnen Eintrag
  • Die Möglichkeit, die Sprechgeschwindigkeit zu verlangsamen

Nachteile

  • Nur Basisfunktionen zum Vokabellernen
  • Nicht ausreichend Lerninhalte für (weit) fortgeschrittene Lerner
  • Keine Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Lernern
  • Undurchsichtige Preispolitik
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9 Gedanken zu „Die Sprachlern-App Drops im Test“

  1. Ich liebe diese App, man lernt wirklich gut mit der App und ich persönlich finde es lohnt sich auch Geld in die App zu investieren, weil man dadurch noch besser lernen kann und die App sich automatisch Wörter merkt, die man nicht so gut kann und dann kann man sie nochmal richtig intensiv lernen. Ich nutze diese App seit schon einem Jahr um Koreanisch lernen zu können und habe nebenbei auch Koreanisch Privatunterricht aber ohne die App wüsste ich gar nicht so viel, sie ist einfach nur ein Traum

  2. Man kann auch bei der kostenlosen Version auf alle Lektionen einer Kategorie zugreifen, jedoch nur zum nacheinander abarbeiten

    1. Hallo Elle,
      wie meinst du das genau? Bei unserem Test konnte man nicht alle Inhalte kostenpflichtig nutzen. Wie soll das gehen? Und vor allem in einem sinnvollen Zeitrahmen? Wenn ich nur 5 Minuten pro Tag lernen „darf“, ist es irgendwie sinnfrei. Da muss man dann doch zahlen…
      cR

  3. Ich mag die App auch sehr. Ich habe in der kostenfreien Version 2 Monate lang morgens und nachmittags jeweils 5 Minuten gelernt und mich über die kostenfreien, zusätzlichen Minuten gefreut. Gab es natürlich nicht immer. (europäisches Portugiesisch = alle 8 Stunden 5 Minuten frei). Nun habe ich mir ein Jahresabo geholt und ich kann während meiner gesamten Busfahrt (jeweils 30 Minuten) weiter Vokabeln lernen. Dies ist ergänzend zum Sprachkurs, wo es dann um Aussprache und Grammatik geht. Aber ich wäre vokabeltechnisch lange nicht so weit, wenn ich nicht zusätzlich den Vokabeltrainer hätte.

    Im September, so hoffe ich, werde ich dann direkt in Portugal mein Wissen 2 Wochen lang erweitern und auch dabei wird mir der große Wortschatz behilflich sein um mich aufs Lernen der Grammatik konzentrieren zu können.

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