Wow, Christine hat uns im Artikel am Freitag gezeigt, wie wichtig Gewohnheiten beim Sprachenlernen sind. Ob Triggerpunkte oder die Morgenroutine, so lernt man erfolgreich jede Sprache.

Per E-Mail haben wir nun die Rückfrage erhalten, ob wir vielleicht ein konkretes Beispiel geben könnten? Euer Wunsch ist uns Befehl und so zeige ich euch im folgenden Artikel meine ganz persönliche Morgenroutine und wie du sie gerne 1 zu 1 übernehmen kannst.

Mein Grundsatz: „Go to bed smarter than you woke up“

Jeden Tag etwas Neues lernen, das ist mein Lebensgrundsatz. Jeder, der schon mitten auf seinem Sprachabenteuer ist oder einen ähnlichen Grundsatz verfolgt, weiß, wie erfüllend Lernen und somit persönliches Wachstum ist.

So ist mein Lebensmotto „Go to bed smarter than you woke up“ gar nicht nur auf das Sprachenlernen bezogen. Es kann alles sein:

  • 10-Finger-Tippen lernen
  • Schneller Lesen lernen
  • Häkeln lernen
  • Meditieren lernen
  • Usw.

Ich kann dir nur ausdrücklich empfehlen, nimm dir ein Projekt vor und meistere dieses. Du wirst es lieben.

Meine Morgenroutine: Eine Stunde nach dem Frühstück = Lernen

Ich habe insgesamt schon einiges ausprobiert. Am Ende zeigt sich immer wieder, ich muss meine Lerneinheiten an bestimmte Zeitpunkte knüpfen und diese müssen möglichst früh am Tag sein. Zu spät am Nachmittag oder abends fällt bei mir leider zu oft aus, da tagsüber zu häufig etwas Unvorhersehbares passiert, das dann auf einmal erst fertig gemacht werden muss. Schwups, Lerneinheit ist ausgefallen.

Ergo, eine Stunde am Morgen, direkt nach dem Frühstück, nutze ich für mein aktuelles Projekt. Dazu kommt noch eine 30 minütige Leseeinheit direkt nach dem Mittagessen. Das klingt vielleicht erst einmal viel, ist aber auch immer viel zu schnell vorbei! Denn hey, es macht so viel Spaß!

Mein Lerntyp: Visueller Typ mit Hang zur bildlichen Vorstellung von Text

Die regelmäßigen Leser wissen es bereits: Wie du deine Lerneinheit aufbaust und welche Materialien du nutzt, hängt in erster Linie von deinem Lerntyp ab.

talkREAL-Tipp! Gerne helfen dir unsere Sprachlernexperten dabei, deinen Lerntyp zu testen. Schicke uns einfach eine Anfrage.

Ich persönlich bin ein visueller Lerner, der auch gerne mit Text arbeitet. Reine Audio-Sprachkurse wie Pimsleur sind für mich deshalb sehr schwierig. Viel besser komme ich mit den ASSiMiL Büchern zurecht. Du kannst aber natürlich auch Babbel oder unseren aktuellen Testsieger Rosetta Stone nutzen.

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Natürlich darf das Audio nicht fehlen, denn Hören ist ein elementarer Bestandteil des Sprachenlernens, ich brauche dazu aber auch immer den zugehörigen Text.

Meine Lernroutine: Mit Musik in den Tag

Wer mich kennt, der weiß, ich bin nicht wirklich ein Morgenmensch. Ich wollte per Morgenroutine einst Meditieren lernen. Aus Lernsicht ein Fiasko. Hervorragend, wenn man mehr Schlaf möchte ? Deshalb starte ich beispielsweise beim Spanischlernen mit einem spanischen Song, wie „Entre dos tierras“ von Héroes del Silencio. Da ich das Lied vorher per transREAL 1 zu 1 übersetzt habe, wende ich gleich aktives Lesen an.

Wenn ich dann richtig eingestimmt bin, wiederhole ich die letzten drei Kapitel in meinem ASSiMiL-Buch bzw. mit der Software auf dem PC. (Auf Amazon findest du eine Übersicht aller verfügbaren Titel – Immer unbedingt eine Version mit Audio kaufen!) In diesem Schritt geht es wirklich nur um das Einhören und Mitlesen meiner wortwörtlichen Übersetzung.

Der nächste Schritt folgt sogleich und ich mache die Übungen zum letzten Kapitel erneut, bevor ich mich neuen Inhalten zuwende. Im Grunde halte ich mich da an die Vorgaben von ASSiMiL:

  1. Höre den Lektionstext und vergleiche ihn mit der vereinfachten Lautschrift.
  2. Höre die Aufnahme an und lies den fremdsprachigen Dialog laut mit.
  3. Vergleiche die deutsche Übersetzung.
  4. Lies die Anmerkungen.
  5. Höre die Aufnahmen erneut an.
  6. Lies den Lextionstext so oft laut vor, bis du ihn auswendig wiederholen kannst.
  7. Absolviere die Verständnis-Übung (vorzugsweise schriftlich).
  8. Bearbeite die Lückentext-Übung (ebenfalls am besten schriftlich).
  9. (In späteren Lektionen folgt an dieser Stelle noch die Übersetzung der zweiten Welle.)
  10. Beginne die nächste Lektion, wenn die Aktuelle keinerlei Schwierigkeit mehr bereitet.

Lese-Tipp! Mehr Infos dazu findest du in unserem ausführlichen ASSiMiL-Testbericht

Zwischen Punkt 5 und 6 der obigen Aufzählung schiebe ich meist noch die transREAL-Erstellung des Lektionstextes ein. Ich will und brauche einfach überall die wortwörtliche Übersetzung. ASSiMiL zieht das leider nicht konsequent durch.

„Einschieben“ klingt jetzt schneller, als es ist. Gerade zu Beginn des Lernens einer neuen Sprache kann dies die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Schön ist es, wenn du es schaffst, pro Tag eine ganze Lektion zu übersetzen. Wenn nicht, teile diese auf zwei Tage auf, kein Problem.

Und dann klingelt meist auch schon der Wecker (ich nutze die Pomodoro-Technik) und meine Morgenroutine neigt sich mit einem weiteren Gang zur Kaffeemaschine dem Ende zu.

Mein Tipp: Nachmachen!

Ja, jetzt bist du dran. Einfach nachmachen ist die Devise. Und du wirst sehr schnell sehen, wie erfüllend es ist. Tu was für dich und nur für dich! Dein Körper und Geist werden es dir danken und du gehst mit mehr Elan die anderen Aufgaben des Tages an!

Du hast noch Fragen oder willst uns von deinen Erfahrungen berichten? Wir freuen uns auf deine Kommentare!

 

Bildnachweis: © Depositphotos.com/anhoog

About Christian Roth

Christian ist Gründer von talkREAL.org und YouDuApp.com. Er liebt es, mittels Technologie das Lernen zu vereinfachen. Auf talkREAL gibt Christian darüber hinaus Tipps, wie man seinen eigenen Lerntyp beim Lernen optimal berücksichtigt.

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