Rosetta Stone im Test

Frau testet Rosetta Stone am Laptop

Inhaltsübersicht:

Seite 01: Kurzfazit – Was wurde getestet – Umfang & Features
>> Seite 02: Didaktisches Konzept – Benutzerfreundlichkeit
Seite 03: Virtueller Klassenraum – Zielgruppe – Preis/Leistung – Alternativen – Fazit


Didaktik – Wie gut ist die Dynamic Immersion-Methode?

Starten möchte ich mit dem Herzstück von Rosetta Stone, der viel beworbenen „Dynamic Immersion“-Methode, die ein Eintauchen in die Fremdsprache verspricht, wie es sonst nur im jeweiligen Land möglich ist. Und dabei scheint es sich nicht nur um ein Werbeversprechen zu handeln.

Keine Grammatikregeln – Kein Vokabelpauken: So funktioniert die Dynamic Immersion Methode

Wer dem talkREAL Institute schon länger folgt, der weiß, dass wir gegen das stupide Pauken von Grammatikregeln und Vokabellisten sind. Nicht umsonst haben wir unsere transREAL-Lernmethode entwickelt, die ebenfalls auf Vokabeln und Grammatik verzichtet. (Einen Einblick in unseren Kurs erhalten Sie hier.) Der Grund dafür ist einfach, ein solches „Lernen“ ist schlichtweg nicht hirngerecht. Dennoch bauen viele Sprachkurse auf diesen „klassischen“ Lehrmethoden auf. Nicht so Rosetta Stone!

Die Dynamic Immersion Methode wagt einen komplett anderen Ansatz, indem sie ausschließlich mit Bildern und beschreibenden Wörtern und Sätzen arbeitet. Das Ziel ist es, das Lernen unserer Muttersprache nachzuahmen. Bei dem nachstehenden Video handelt es sich zwar um ein Werbe-Video von Rosetta Stone, aber es beschreibt sehr gut, wie die Lernmethode funktioniert:

Bilder, Bilder, Bilder – Beispiele für die Dynamic Immersion Methode

Es ist dieser in der Tat ausgeklügelte Einsatz von Bildern, der die Methode ausmacht und genau hier, weiß Rosetta Stone zu überzeugen. Ich habe noch kein Programm zum Sprachenlernen gesehen, das so gut Bilder zum Lernen einsetzt, wie Rosetta Stone! Die Aussagekraft ist hervorragend. Denn hier kommen nicht irgendwelche Fotos aus Bilderportalen zum Einsatz, vielmehr werden die Bilder speziell für Rosetta Stone produziert und genau auf das zu beschreibende Wort hin optimiert.

Dazu kommt, dass sie es schaffen, durch die Kombination verschiedener Bilder zu ein und demselben Begriff, Fragezeichen schnell aufzulösen. Denn ein Bild, das einen rennenden Jungen zeigt, kann für „rennen“ genauso wie für „Junge“ stehen. Schauen wir uns noch ein Beispiel an.

Kurz vor der nachstehenden Übung lernten wir die Wörter für Junge und Mädchen und werden nun mit den wichtigsten Verben/ Tätigkeiten vertraut gemacht:

tR Blog Rosetta Stone Test Beispiel Dynamic Immersion Methode 720

Wenn wir nun wissen, dass „girl“ „Mädchen“ heißt, dann ist klar, dass „drinking“ die gezeigte Tätigkeit beschreiben muss. Es ist in der Folge also einfach den Satz „The boy is drinking.“ dem richtigen Bild zuzuordnen. Dabei lernt man das neue Wort für „trinken“ und verfestigt nebenbei das bereits gelernte Wort für „Junge“.

Nachdem wir im Anschluss die Vokabeln für Mann und Frau mit Bildern gelernt haben, geht es daran, die Inhalte zu verknüpfen, indem wir den Bildern der Erwachsenen die entsprechenden Tätigkeiten zuordnen. Dabei werden alle Inhalte auch immer vorgelesen. Je nach Übung muss man das Gehörte zuordnen, nachsprechen oder selbst eintippen.

Rosetta Stone - Beispiel Dynamic Immersion Methode

Auf diese Weise lernt man, beginnend bei einzelnen Wörtern, im Laufe des Programmes gleich ganze Sätze zu sprechen. Dabei sind die neuen Lerneinheiten sehr gut aufeinander abgestimmt und bauen wunderbar aufeinander auf.

Kritik an der Methode

Ein häufig angebrachter Kritikpunkt lautet, dass Rosetta Stone nicht komplett lokalisiert ist. Man lernt Französisch also nicht nur mit französisch aussehenden Personen vor dem Eiffelturm. Dies stimmt. Die hier gesehenen Bilder trifft man auch im Russischkurs und allen anderen Sprachen an. Wen das stört, der wird mit Rosetta Stone nicht glücklich.

Eine ebenfalls häufiger vernommene Kritik lautet, dass man nur sehr langsam Fortschritte erzielt und der Kurs eher langatmig ist. Hier gibt es ein klares „Jein“. In der Tat sind die ersten Übungen in einer Sprache, die wir vielleicht sogar vor Jahren schon einmal lernten, recht einfach. Wenn ich mich im Spanischen durch unzählige Übungen klicken muss, in denen man immer nur einfache Silben zuordnen muss, dann ist dies einfach und wird schnell langweilig. Macht man dieselbe Übung aber beispielsweise im Hebräischen oder Russischen, also einer Sprache, die einem völlig fremd ist und ein anderes Alphabet benutzt, dann ist diese Übung gleich herausfordernd.

Hier gilt es also zu bedenken, dass Rosetta Stone Ihnen eine Sprache von Beginn an beibringt. Wer schon Vorkenntnisse hat, dem kann die ein oder andere Übung gerade zu Beginn langatmig vorkommen. Hier empfiehlt sich die neue Funktion, den eigenen Lernplan wählen zu können, da man so auch das eigene Niveau einstellen kann, was dan entsprechend bei den folgenden Übungen berücksichtigt wird.

Von Deutsch keine Spur – Eintauchen in die Fremdsprache

Ist es ein Nachteil oder ein Vorteil, dass man zu keiner Zeit eine deutsche Übersetzung einblenden lassen kann?! Denn dies stellt gerade zu Beginn, wenn eine Sprache (und ggf. Schrift) völlig fremd ist, eine große Herausforderung dar. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, als ich dachte: „Hmm, ist das nun gehen, laufen oder rennen?“ Eine Übersetzung würde in dem Zusammenhang mit Sicherheit sehr dienlich sein. ABER wie es scheint, versteht man die verschiedenen Worte im Laufe der Zeit in ihrem richtigen Zusammenhang.

Mir ist bewusst, dass dies nun ein wenig schwammig klingt. Aber ich habe definitiv das Gefühl, dass nach einigen Tagen und Wochen und der steten Wiederholung mit verschiedenen Bildern und Personengruppen, irgendwann unterbewusst klar wird, was das richtige Wort für „rennen“ ist und welches für „gehen“ steht!

Wer unsere SprachlernHACKS kennt, der weiß, dass wir gerne darauf hinweisen, dass wir Sprachenlerner lernen müssen, mit Unsicherheit umzugehen. Rosetta Stone ist ein schönes Beispiel dafür. Sich einfach auf die Lernmethode einzulassen, ist wichtig, auch wenn man sich bei der ersten Anwendung der gelernten Wörter unsicher fühlt. Aber dies wird besser und die Dynamic Immersion Methode ist meiner Meinung nach wesentlich intensiver und hirnfreundlicher als das Vokabelpauken, das in anderen Sprachkursen geboten wird.

Wer oben beschriebenen Prozess des unterbewussten Lernens etwas beschleunigen möchte, der kann natürlich immer auch parallel neue Vokabeln in einem Wörterbuch nachschlagen. Beachten Sie aber, dass es Rosetta Stones erklärtes Ziel ist, in der Fremdsprache zu denken. Klammern Sie sich also nicht zu sehr an Ihre Muttersprache. Sinnvoller ist es, den Audio Companion herunterzuladen und diesen mit unserem SchlafHACK zu kombinieren!

Grammatik lernen, ohne Grammatik zu lernen!

Wie bereits angedeutet, gibt es bei Rosetta Stone keine Grammatikerklärungen, wie man sie aus dem traditionellem Sprachunterricht kennt. Das macht es teilweise gefühlt schwieriger, da wir darauf konditioniert sind, eine Regel zu lernen. Und in der Tat habe ich mich dabei erwischt, wie ich mich selbst fragte, was ist denn nun die Regel, warum wird dies am Ende mit „u“ und nicht mit „a“ geschrieben?

Doch das Aha-Erlebnis ließ nicht lange auf sich warten. Bereits in der zweiten Lektion wählte ich automatisch die richtige Form in einem kompletten Satz richtig aus. Ich kann also immer noch keine Regel erklären, aber mein Gehirn scheint diese bereits unbewusst abgeleitet zu haben, und weiß intuitiv, was richtig ist. Perfekt!

Wenn ich sage, dass man keine Grammatikregeln lernen muss, dann heißt dies nicht, dass es keine bebilderten Übungen zu Grammatikfragen gibt (sh. obiges Bild). Aber auch hier ist Rosetta Stone eben anders und weiß durch kluge farbliche Markierungen, unser Gehirn bei der Ableitung der Regeln zu unterstützen.

Fazit zur Dynamic Immersion-Methode: Hirngerechtes Sprachenlernen!

Wichtig ist meines Erachtens, sich auf Rosetta Stone einzulassen und sich von althergebrachten Lernmethoden freizumachen. Rosetta Stone funktioniert anders und es funktioniert sehr gut. Es ist vielmehr, als stupides Bilder anklicken. Um richtige Angaben zu machen, muss man schon sehr genau hinschauen und auch viel überlegen. Der Rest scheint dann wie von ganz alleine zuzufliegen – so wie einst unsere Muttersprache.

Das Beste an der Immersion-Methode sind meines Erachtens die vielen kleinen Erfolgserlebnisse. Denn hier wird man nicht für das falsche Anwenden irgendeiner Grammatikregel bestraft, sondern vielmehr versucht man durch Abwägen der verschiedenen Texte und Bilder, sich die Lösung persönlich zu erschließen.

talkREAL-Tipp! Hier gibt es weitergehende Informationen zu den Themen: Gründe GEGEN das Vokabellernen und Sprachunterricht – Es ist Zeit, anders zu lernen!

Es ist also vielmehr eine Art Entdeckungsreise, auf der man für jede Entdeckung entsprechend mit einem wohligen Glücksgefühl belohnt wird. Dies mag ein wenig überbordend klingen, aber am Ende ist es genau dieser Effekt, den wir auch immer bei unseren SprachlernHACKS nutzen, um die Motivation langfristig hochzuhalten.

Das ist auch notwendig, denn ansonsten hat, so zeigt meine Rosetta Stone Erfahrung, das Programm wenig motivierende Elemente integriert. Man muss hier schon einiges an Eigenmotivation mitbringen, um auch langfristig am Ball zu bleiben.

Rosetta Stone Erfahrung mit „Erweiterten Lerninhalten“

Rosetta Stone ist mehr als ein reiner Sprachkurs und dies sieht man insbesondere, wenn man sich die erweiterten Lerninhalte ansieht. Dies ist allerdings auch die Stelle, an der sich in den letzten Jahren am meisten verändert hat. Früher sammelten sich unter dem Rosetta World genannten Bereich die folgenden Funktionen:

  • Play: Minispiele, ohne direkte Kommunikation mit anderen
  • Talk: Spiele, die eine direkte Kommunikation mit anderen Lernern erfordern
  • Read: Lesen, Hören und Nachsprechen von Geschichten

Leider sucht man die Bereiche Play und Talk mittlerweile vergebens. Sehr schade, denn hier fand man einfache Spiele, wie ein auf das Sprachenlernen optimiertes Memory, das man alleine oder gegen einen Partner spielen kann, bis hin zu anspruchsvollen Spielen wie Identi.

Rosetta Stone bietet im Test eine Fülle von Geschichten zum Lesen und Hören

Warum diese Bereiche inklusive der Funktion der Verknüpfung mit anderen Lernern entwurde, bleibt Rosetta Stones Geheimnis. Ich könnte mir vorstellen, dass es hier zu Moderationsaufgaben kam, die einfach sehr teuer sind. Und schaut man auf die Preise, die man mittlerweile aufruft, dann sind diese in den vergangenen Jahren stets gesunken. Vielleicht konzentriert man sich deshalb auf die Kernlernaufgaben.

Zugegeben, auch in der Vergangenheit war der Bereich „Geschichten“ am wichtigsten. Er bietet die Möglichkeit, sich verschiedene Texte vorlesen zu lassen. Man kann also den fremdsprachigen Text lesen und gleichzeitig hören. Zusätzlich wird der aktuelle Fortschritt angezeigt, was gerade bei komplett fremden Sprachen mit nicht lateinischen Buchstaben enorm hilfreich ist.

Wer möchte, kann die Geschichte dann auch noch selbst lesen, wobei die eigene Aussprache kontrolliert wird. Sehr cool – Das Programm erkennt, was man gerade vorliest und hebt es entsprechend farblich hervor. Etwas ärgerlich ist hingegen, dass der Text mit der Maus nicht zu markieren ist und so leider nicht kopierbar ist. Schade, denn dies wäre eine perfekte Vorlage für unsere transREAL-Methode, die ja bekanntlich auch ohne Vokabel- und Grammatiklernen daher kommt! (Mehr dazu in unserem Coaching-Portal)

Ebenfalls Neu: Fortgeschrittene Wörter, die über das aktuelle Lernniveau hinausgehen, sind mit Bilder hinterlegt. Einfach drauf klicken und die Übersetzung erscheint in Bilderform.

Gerade Anfängern kann ich die Read/Listen Funktion wärmstens empfehlen, denn sie kann beim Aufbau des Sprachzentrums in unserem Gehirn enorm helfen, denn Audio-Material kommt ansonsten bei Rosetta Stone meines Erachtens ein wenig zu kurz, obgleich alle Übungen vollvertont sind und man diese im Audio-Companion noch zusätzlich anhören kann.

Benutzerfreundlichkeit – Wie einfach ist Rosetta Stone zu bedienen?

Was nutzt die beste Lernmethode, wenn sie nicht richtig genutzt werden kann? Dies bringt uns zur Frage, wie der eigentliche softwarebasierte Sprachkurs funktioniert.

Der Start-Bildschirm – Schlicht und übersichtlich

War der frühere Start-Bildschirm noch in der Kategorie „bunt und lustig“ einzuordnen, so hat Rosetta Stone gut daran getan, das Design zu verbessern. Die neugestaltete Kommandozentrale wirkt aufgeräumt und ist gut zu bedienen.

Vom hier gezeigten Startbildschirm, der als Kommando-Zentrale dient, hat man alles im Griff:

  • Starten Sie eine Übung Ihres Kurses
  • Planen Sie Ihren Online Live-Unterricht
  • Zugriff auf die erweiterten Lerninhalte

Eine wirkliche Einweisung im Sinne eines Tutorials gibt es nicht. Im Grunde reicht es, zu Beginn auf den blauen Button zu drücken, denn so wird die nächste Übung gestartet. Alternativ kann man eine andere Übung aus einer der Einheiten auswählen. Letzteres empfiehlt sich, wenn man beispielsweise nur ein begrenztes Zeitbudget hat und schnell eine 5-Minuten-Übung machen möchte.

Etwas mehr Erklärung würde ich mir allerdings bei der Nutzung mancher Funktionen dann doch wünschen. Möchte man beispielsweise seine eigene Aussprache trainieren, dann findet man verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, deren Funktion sich mir nicht auf den ersten Blick erschloss.

Für eine bessere Planung sicherlich hilfreich ist hingegen die Angabe, wie viele Minuten eine Übung voraussichtlich an Bearbeitungszeit verschlingt. Aber auch wer weniger Zeit übrig hat, kann gerne mit der Bearbeitung beginnen, denn Rosetta Stone merkt sich jederzeit den Fortschritt und man kann somit bei der letzten Übung wieder einsteigen.

Die Übungen – Zumindest die Technik bleibt fehlerlos

Die einzigen Fehler, die ich beim eigentlichen Lernen mit den verschiedenen Übungen fand, waren die Fehler, die ich selbst aufgrund falscher Antworten machte. Die Technik gibt sich (fast) keine Blöße.

Grundsätzlich läuft der Online-Sprachkurs technisch also einwandfrei. Das Headset wird meist erkannt. Die Übungen laufen wunderbar durch und auch der virtuelle Klassenraum funktioniert ohne Probleme.

Als schade habe ich empfunden, dass man sich manche Sätze nicht noch einmal anhören kann, da direkt nach erfolgreichem Abschluss einer Mini-Übung die nächste geladen wird. Wem das ähnlich geht, der kann in den Einstellungen das automatische Laden der nächsten Übung ausstellen. Dies bedeutet in der Folge zwar etwas mehr „Klick-Arbeit“, die sich meines Erachtens allerdings lohnt, denn so habe ich die Zeit, die Ergebnisse einer Übung noch mal anzuschauen. Dies empfand ich gerade beim Hebräischen als sehr hilfreich.

Die Spracherkennung scheint zu Beginn sehr gnädig. Was sich im Englischen ein wenig komisch anfühlt, da es wirklich keinen Unterschied macht, ob man „eating“ oder „cheating“ sagt. Gleiches gilt im Spanischen ob ich nun „como“ oder „come“ sage, beides wird als richtig gewertet. Natürlich hat es unterschiedliche Bedeutungen. Deswegen ist es strenggenommen als nicht optimal einzustufen. Da der Text allerdings immer noch einmal richtig angezeigt wird, sehe ich meine Fehler immer direkt, was ich als gut empfinde. Bei fremderen Sprachen würde ich die gutmütige Spracherkennung sogar als hilfreich einstufen, sorgt es doch dafür, dass kein Frust aufkommt. Denn die richtige Aussprache will geübt sein.

tR Blog Rosetta Stone Test Anpassung der Spracherkennung 720

Gleichzeitig erhält man durch eine farbliche Markierung stets Feedback, wie gut die eigene Aussprache war und hat je nach Übung ggf. die Möglichkeit, ein separates Fenster zu öffnen, um ganz gezielt die richtige Betonung eines bestimmten Satzes einzuüben.

Durch Klick auf das Zahnradsymbol innerhalb einer Übung kommt man zu einem Menü. Dort kann man die Präzision der Spracherkennung einstellen und das verwendete Mikrofon verwalten. Wem die Spracherkennung zu ungenau ist, kann hier entsprechend nachjustieren.

Da ich in einigen Fällen Probleme mit der Spracherkennung hatte und mein normales eingebautes Mikrofon nicht erkannt wurde, ist es anzuraten, ein Headset zu nutzen. Dies trat insbesondere bei der Nutzung mit einem Laptop auf. Die Apps funktionierten in diesem Zusammenhang besser. (Möglich ist auch, dass dies rein ein Problem meines Computers ist.)

Fremde Schriften tippen – Die deutsche Tastatur führt nicht immer zum Ziel

Spannend ist die Frage, wie die Eingabe von uns fremden Schriftzeichen erfolgt? Getestet habe ich die kyrillische Schrift des Russisch-Sprachkurses. Dabei kann man die eine eingeblendete Bildschirmtastatur per Klick bedienen oder die eigene Tastatur nutzen.

tR Blog Rosetta Stone Test Beispiel Bildschirmtastatur 720

Das im Bild dargestellte Beispiel zeigt, wie man durch Tippen von „ni“ die richtige Lösung eingibt. Etwas schwieriger wird es bei Buchstaben, die sich nicht 1:1 einem lateinischen Äquivalent zuordnen lassen. In dem Zusammenhang ist die Bildschirmtastatur sehr hilfreich, da sie eine wunderbare Vorlage ist, die gewünschten Buchstaben zu suchen.

talkREAL-Tipp! Wenn Sie ein Tablet haben, nutzen Sie diese Online-Tastatur. Wenn Sie an Ihrem Laptop oder PC arbeiten, dann spielen Sie je nach Sprache ein wenig mit Ihrer eigenen Tastatur. Klickt man im Spanischkurs bspw. auf das „Ä“ ändert sich die Bildschirm-Tastatur und man kann durch einfaches Tippen auf der normalen physischen Tastatur die entsprechenden Sonderzeichen eingeben. Das ist aus meiner Sicht sehr gut gelöst, da ich so nicht meine Hand von der Tastatur nehmen muss.

Rosetta Stone Apps auf Tablet und Smartphone nutzen

Die begleitenden Apps hinterlassen einen guten Eindruck. Sie bieten die Möglichkeit, überall und mobil zu lernen. Dabei wird auf die normalen Übungen des Sprachkurses zurückgegriffen und im gleichen Format mit Hilfe der Dynamic Immersion Methode gelernt. Das Gute daran, ein Jeder Lernfortschritt wird über alle Geräte hinweg synchronisiert, so dass jedes Gerät immer auf dem neusten Lernstand ist.

„Apropos Update. Während meines Tests gab es eine Aktualisierung für die Android App. Und in diesem Zusammenhang muss ich „leider“ sagen. Nach diesem Update findet man in der App keine Angaben zur Bearbeitungszeit einer Übung mehr. Was gerade beim mobilen Lernen ärgerlich ist.“, soweit zumindest eine alte Kritik, der sich Rosetta Stone aber angenommen hat und so werden in einem neuen Test auch wieder die Zeiten für die Bewältigung der einzelnen Aufgaben angezeigt, super.

Klarer und übersichtlicher Aufbau in der App

Im Gros bieten die Apps eine wunderbare Möglichkeit, auch unterwegs eine kleine Lerneinheit einzulegen, die kurzweiligen Übungen laden dazu ein. Zusätzlich kann man sich die Inhalte einmal herunterladen und die App so offline nutzen. Da die Spracherkennung mit der App für mich ebenfalls besser funktionierte als mit dem Computer, lernte ich zu 80% ausschließlich mit der App.

Rosetta Stone

9

Didaktik:

9.5/10

Benutzerfreundlichkeit:

9.0/10

Preis-Leistung

8.5/10

Vorteile

  • Hervorragende Lernmethode
  • Verzicht auf stupides Grammatik- oder Vokabelpauken
  • Sehr umfangreich: Sprachkurs, Lernspiele, Kurzgeschichten, etc.
  • Einfache Nutzung des Online-Unterrichts im virtuellen Klassenraum

Nachteile

  • Höherer (aber absolut berechtigter) Preis
  • Relativ wenig kulturelle Information zu Land und Leuten
  • Lernmethode erfordert Vertrauen und Eingewöhnung
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53 Gedanken zu „Rosetta Stone im Test“

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    1. Wolfgang Konrad

      Leider hat Christian Roth das Programm nicht mit einem seiner Kinder getested- denn da hätte er sich eine 2. Lizenz kaufen müssen-Wenn man eine 2. Lizenz kauft, erfährt man, dass mein Sohn (11 Jahre) zu jung für einen Live Tutor ist-
      Offensichtlich ist das Programm nicht für Kinder oder Eltern, die mit ihren Kindern eine Sprache lernen wollen gedacht. Bitte dies in der Produktbeschreibung klar formulieren-
      Für mich – ohne über das programm etwas sagen zu können, bis jetzt die frustierenste Erfahrung mit einer neuen Sprache!

      1. Hallo Wolfgang,
        es tut mir leid, dass du mit Rosetta Stone bisher bzgl. der Lizenzen unschoene Erfahrungen gemacht hast. Und du hast Recht, ich habe das mangels eigener Kinder nicht mit Kindern getestet. Ich habe nun auch lange ueberlegt, ob ich das noch in den Test mit aufnehmen soll. Ich habe mich allerdings nun dagegen entschieden. Meines Erachtens muss es auch irgendwo Grenzen geben, was in eine Review gehoert. Ich kann ja beispielsweise auch nicht die App mit allen Android und iOS Versionen testen, die es je gab. Stattdessen fokussiere ich mich mehr auf die eigentliche Lernerfahrung und didaktische Umsetzung, etc. Ich hoffe so, ein gutes Gleichgewicht von Lesbarkeit und vielen Detailinformationen zu vermitteln.
        Ich verstehe, dass es in deinem Fall unschoen ist, vielleicht helfen dir aber die folgenden Anregungen weiter: 1. Rosetta Stone bietet mit 30 Tagen eine der laengsten Geld-Zurueck-Garantien am Markt. Vielleicht willst du davon Gebrauch machen? Zumindest fuer eine Lizenz, denn ich verstehe nicht, warum du zwei benoetigst? Es sei denn, du willst ebenfalls damit lernen, das klingt ja an. 2. Bei den meisten Online-Loesungen ist es ja so, dass der Lernstand ueber verschiedene Geraete hinweg synchronisiert wird. So ist eine Lizenz auch an einen Nutzer gebunden. Frueher hatte Rosetta Stone auch noch eine Offline Variante im Angebot, die in der Tat mit mehreren Lizenzen daher kam. Man musste allerdings andere Abstriche machen. Es gab z.B. keinen Virtual Classroom Zugang. Da dies aber wohl fuer deinen Sohn nicht funktioniert, kannst du vielleicht schauen, ob du so ein Paket noch kaeuflich erwerben kannst.
        An der Stelle auch noch mal vielen Dank fuer den Hinweis mit der eingeschraenkten Vater-Sohn-Nutzbarkeit von Rosetta Stone. Interessierten Leser kann das eine wertvolle Information sein!
        Beste Gruesse
        cR

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  9. Alexander Magerl

    Achtung!!! Lieber Finger weg!

    Ich hatte mir vor Jahren Rosetta Stone Spanish für über 400€ gekauft. An sich eine gute Lernmethode. Jetzt ist mein alter Laptop kaputt und damit auch der Code den man zum ausführen der Software benötigt.

    Auf Anfrage bekomme ich keinen neuen Code. Jetzt habe ich eine 400€ Software , die ich nicht nutzen kann.

    Frechheit!!! Studenten so zu verarschen…

    1. Hallo Alexander,
      das klingt wirklich unschön. Ich verstehe es allerdings nicht richtig. Der Code steht doch auf den CDs/DVDs, die du zur Installation eh brauchst? So oder so ist dein Vorfall allerdings mehr ein generelles Problem und man hat bei jedem Computerspiel dasselbe (wenn auch weniger teure) Problem. Unter diesem „Sicherheits-“ Gesichtspunkt sind die Onlinekurse Rosetta Stone Totale wohl besser. Da kann das so m.E. nicht auftreten.
      Viele Grüße
      cR
      cR

      1. Alexander Magerl

        Hallo Christian,
        den Code habe ich ja. Diesen habe ich aber schon auf meinem alten Laptop verwendet. Wenn ich diesen Code jetzt wieder verwenden will, muss ich ihn auf meinen kaputten Laptop deaktivieren, was nicht möglich ist.
        Ich wollte schon das ganze Software-Paket an die Rosetta Stone Firma schicken, dass sie sehen ich habe ein Original Produkt und sie mir einen neuen Code geben. Hilft aber alles nichts.
        400€ in den Wind geschossen.

        Viele Grüße

        1. Christoph Pangritz

          Ich habe auch die Download-Version, aber ich kann den selben Code auf 2 unterschiedlichen Rechnern verwenden. Muß allerdings die Software deaktivieren, sobald ich einen Rechner tauschen möchte. Dummerweise gibt es keine 64 Bit Download-Version, was für Apple das Betriebssystem zukünftig ein Problem werden könnte. Zur Zeit mit OSX 10.14.1 geht es noch, aber der Mac warnt bei jedem Neustart, dass die App aktualisiert werden sollte. Aus diesem Grund habe ich den zweiten Rechner mit einer älteren OSX-Version belassen. dadurch bin ich auf der Sicheren Seite

  10. Pingback: Test: Sprachenlernen24.de Arabisch Sprachkurs + Preview 365-Tage-Kurs

  11. @Alexander Magerl

    Hallo Alexander,
    hast Du den Laptop noch? Dann bau die Festplatte aus, hole Dir einen USB- Adapter und versuche die Festplatte als externe USB-Platte an einem PC zu hängen. Oder wenn es einen Plattencrash gab, mit einem Reparaturprogramm einiges zu reparieren.
    Es gibt viele kostfreie Programme um einiges wieder herzustellen.

    400€ wären es mir wert da einiges zu Probieren. (google hilft da)

    VG
    Guni

  12. Hallo Christian,,

    ich habe auch einige Zeit mit Rosetta Stone verbracht, um mir Spanischkenntnisse anzueignen. Den Ansatz der Methode finde ich sehr gut, intuitiv die Sprache zu erlernen.

    Allerdings habe ich nach einiger Zeit die Geduld verloren, denn Fortschritte macht man mit dem Programm doch recht langsam.

    Ich habe mich dann doch für die Assimil-Methode entschieden, da ich das Gefühl habe – vielleicht auch weil dort mit deutscher Sprache und Grammatikerläuterungen gearbeitet wird – schneller Fortschritte zu machen.

    Gruß
    Emanuel

  13. Pingback: Review: Sprachenlernen mit busuu im Test

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  15. Warnung vor der Laufzeit-Variante! Ich habe 2 Jahre Rosetta Stone gebucht, allerdings hatte die App nach einiger Zeit einen Fehler (ließ sich auf iPad und Handy mangels Button nicht starten). Den Service von Rosetta Stone hat das offenbar nicht sehr interessiert, über Monate (!) gab es keine Reparatur, womit dann auch die ersten gelernten Worte wieder vergessen waren (und die fürs Lernen vorgesehenen Urlaube durch waren). Einen angemessenen Ausgleich gab es nicht, nur minimale Verlängerung der Laufzeit.

    1. Hallo Klaus,
      wow, 2 Jahre? Ich wusste gar nicht, dass man es so lange buchen kann. Hast du denn mal die Webversion probiert? Das sollte doch klappen. Das ist doch das Schöne an Rosetta Stone, dass man deren Sprachkurs auf verschiedenen Wegen und Medien nutzen kann. Die Browserversion sollte immer gehen. VG cR

  16. Hey, ich bin am überlegen ob ich mir auch Rosetta Stone kaufe. Allerdings weiß ich noch nicht welche Sprache, da ich am liebsten alles auf einmal lernen möchte. Wenn man sich die 1-Jahres Laufzeit kauft, könnte ich dann nach 3 Monaten zb von Spanisch auf Französisch wechselen oder muss ich mich von Anfang festlegen? Und muss man nach Ablauf der Laufzeit, wenn man verlängern möchte, wieder den vollen Preis bezahlen?

    Meine letzte Frage wäre, ob man bei einem der beiden Programme auch etwas “ für die Hände“ bekommt, oder ist alles nur ein Download o.ä.?

      1. Vielen Dank! Das stimmt absolut, der Link führte ins Leere. Es ist nun geändert. Wir haben die Lerntypen-Analyse mittlerweile in unseren Coaching-Kurs integriert, so können wir ein noch umfassenderes Erlebnis bieten. Du kannst es hier kostenlos ausprobieren. Du kannst aktuell auch den Test machen, für die Auswertung müsstest du allerdings den Kurs kostenpflichtig abonnieren. Aber das ist es natürlich wert 😉 Viele Grüße cR

    1. Hallo Antonia,

      das sind gute Fragen und ich muss gleich einiges vorab schicken. Seit unserem Test sind schon ein paar Tage vergangen und natürlich passt Rosetta Stone ihre Produkte immer an. Die nachstehenden Aussagen sind deshalb ohne Gewähr.

      Soweit ich das sehe (und du willst das vielleicht lieber noch mal mit Rosetta Stone direkt abklären) kann man mit Rosetta Stone immer nur eine Sprache lernen. Man muss sich also festlegen. Aus „Lernberater-Sicht“ kann ich es aber auch nur wärmstens empfehlen, sich nur ein Projekt nach dem anderen vorzunehmen. Die Erfahrung zeigt, dass so die Erfolgschancen extrem ansteigen.

      Wenn es dir aber darum geht, herauszufinden, welche Sprache du lernen möchtest, dann könnte der Onlinekurs in Verbindung mit der 30 Tage Geld-Zurück-Garantie weiterhelfen. Und auch hier ein Tipp von uns als Sprachlern-Coach; Starte mit der Sprache, für die und deren Kultur du die meiste Leidenschaft hast. Das hilft enorm, wenn du die Sprache wirklich wirklich sprechen willst.

      Die physischen Programme, bei denen man was in der Hand hat, sind m.E. vor kurzem ausgelaufen. Du hast also die Wahl zwischen der Software als Download, die dann aber mehrere Lizenzen und Offlinefunktionalität bietet, und dem Onlinekurs inkl. Apps, etc.

      Da du dich auch für den Lerntypentest interessierst, der Hinweis, dass du in unserem Coaching speziell auf deinen Lerntyp zugeschnittene Sprachkursempfehlungen findest. Wichtig ist auch, dass du erstmal in dich reinhörst, ob diese vorgefertigten Inhalte etwas für dich sind? Viele unserer Kunden sind mit eigenen Inhalten in Kombination mit der transREAL-Methode sehr erfolgreich.

      Ich hoffe, das hilft weiter!

      Viele Grüße
      cR

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  26. Ich habe Russisch mit RosettaStone gelernt.
    Das Problem mit der russischen Sprache ist es, dass man Vokabeln schneller vergisst als man sie lernen kann – daher bin ich praktisch mit allen anderen Lernmethoden gescheitert. Und ich habe praktisch alles probiert – vom mehrwöchigen Ganztagssprachkurs in Moskau bis zu Online-Lehrern über Verbling&iTalki. Ich wollte eigentlich schon aufgeben und Russisch als „nicht lernbar“ abschreiben, bis ich dann RosettaStone gekauft hatte.

    Für RosettaStone sollte man bereits über Vorkenntnisse verfügen (also Grundlagenkenntnisse wie z.B. das ABC sowie einfachst Grammatik-Regeln), sonst ist der Frust am Anfang zu groß.
    Weiterhin ist der Kurs anfangs extrem nervig aufgrund der Wiederholungen, man könnte anfangs meinen dass es ein Kurs für lobotomierte Gesellen ist – aber das hat Methode, so brennt sich das wirklich in das Gehirn ein.

    Der Russisch-Kurs besteht aus fünf Stufen – wenn man die geschafft hat, dann kann man russisch! Versprochen!
    Jede Stufe entspricht ungefähr einem VHS-Kurs.
    Die Stufen unterteilen sich in jeweils vier Einheiten – für die Bearbeitung einer Einheit benötigt man mindestens eine Woche, wenn man täglich 90 Minuten Zeit investiert. Also eine Stufe pro Monat, wenn man hartnäckig ist. Aber hartnäckig muss man eh sein, wenn man russisch lernen möchte – da gibt es nichts geschenkt, dass man man sich bitterböse erarbeiten.

    Ich habe RosettaStone nur für den Online-Zugang gekauft, damit kann ich das im Internet sowie über das iPad nutzen. Funktioniert überall, und man kann das auf dem iPad auch offline (!!) nutzen – also spart euch die CD-Version.

    Tipp: Wenn man das RosettaStone-Abo über die US-Webseite (in Dollar) abschließt, ist es deutlich günstiger als im
    Euro-Raum.

    Tipp: Nach dem Kauf des Online-Zugangs direkt bei der ersten Nutzung in die Einstellungen gehen und dort das Abo beenden, ansonsten verlängert sich der Kurs automatisch. Wenn man 12 Monate Online-Zugang kauft und anschließend noch mehr Zeit benötigt, kann man einfach neue Zeit dazu kaufen (und dann nicht vergessen auch gleich wieder das Abo abzubestellen)-

  27. Bei Englisch besteht mein Kurs aus 20 Units ?!

    Jede Unit scheint 4 Lessons zu besitzen. Pro Unit benötigt man um die 6 bis 7 Stunden, laut den Zeitangaben in den MouseOver-Informationen.
    Ich habe gelesen, dass man mit Rosetta Stone B1/B2 erreich kann.
    Das kann ich mir aktuell nicht vorstellen, denn bei 20 Units wären dass ja „nur“ 120 bis 140 Stunden.
    Außerdem habe ich in Unit 20 rein geklickt und da kommen so Sätze im Stil von „This is our garden“.

    Ich habe auch noch etwas von 5 Level gelesen, die kann ich auch nicht finden.

    Versteh ich das jetzt nicht richtig?
    Kommt da nach Unit 20 noch mehr?
    Man findet irgendwie nirgend Informationen.

    1. Hallo Pierre,

      ich kann aktuell zum Englischkurs inhaltlich nur schwer etwas sagen, da ich kein Abo dafür besitze. Da die Kurse für alle Sprachen gleich aufgebaut sind, kann ich aber meine Erfahrungen aus dem Spanischen teilen.

      Mit der Summe der Units und der Lessons hast du recht. Allerdings solltest du bedenken, dass die Anzahl der Übungen im Verlauf der Lessons ansteigen. Die von dir genannte Bearbeitungszeit halte ich in dem Zusammenhang für ambitioniert.

      Wenn du die 20 Units durchgearbeitet hast, dann endet aber in der Tat der Einsteigerkurs. Für Englisch gibt es allerdings auch fortgeschrittene Kurse. Bezüglich der Einfachheit der Formulierungen kann ich aus dem Spanischen nicht zustimmen. Da lernen wir bereits in Unit 5-6 sehr komplexe Satzstrukturen. Vielleicht hast du da einfach ein komisches Beispiel erwischt?

      Und bedenke, Rosetta Stone ist ja auch weit mehr, als die Übungen in den Lessons. Du hast noch Unterricht im Virtual Classroom, du hast die Lernspiele und Audiogeschichten, etc. So kommst du auf einiges an Lernmaterial und -zeit. Ich kann aus meiner eigenen Lernerfahrung sagen, dass man damit sehr gut das B1 Niveau erreichen kann. Das kann ich ebenfalls aus meiner Coaching-Praxis bestätigen, da viele meiner Kunden sehr gute Erfolge mit Rosetta Stone erzielen. Allerdings sollte man sich natürlich nicht nur auf diesen einzelnen Kurs verlassen. Das Sprachenlernen umfasst noch mehr.

      Ich hoffe, dies hilft dir ein bisschen weiter.

      Beste Grüße
      cR

      1. Das hat mir sehr weitergeholfen Christian. Wahrscheinlich habe ich wirklich einfach nur einen einfachen Satz angezeigt bekommen. Hinzu kommt auch, dass man sich wirklich von allen anderen Lernmethoden erst einmal freimachen muss, um sich wirklich auf diese Immersion einzulassen. Ich habe ja auch nur in Levels, Units, Anzahl Vokabeln gedacht. Da sieht man, wie unsere Pflichtschulzeit einen Menschen prägen. Schlimm ist das 🙂

        Die virtuellen Klassenräume wollte ich eigentlich nicht von Rosetta Stone nutzen (Habe den Kurs jetzt auch nur ohne gekauft). Die Idee war dafür lingoda zu nutzen, da kosten 10 Stunden 79 Euro. Ob der günstige Preis sich auf die Qualität bemerkbar macht oder ob das lingoda Lernmaterial kontraproduktiv zu Rosetta Stone wird, weiß ich nicht, da ich lingoda noch nicht gekauft habe. Ich weiß gar nicht was einzelne Gruppenstunden bei RS kosten, weiß das jemand?

        1. Hallo Pierre,

          ja, da hast du absolut recht, man muss sich auf die neuen Lernmethoden einlassen. Ich habe dazu auch einen Artikel geschrieben: https://talkreal.org/blog/vertrauen-sie-dem-ungewissen-vertrauen-sie-neuen-lernmethoden/ vielleicht ist das für dich interessant.

          Was eine Stunde virtueller Klassenraum kostet, kann ich nicht genau sagen. Da müsstest du bei Rosetta Stone direkt nachfragen. Was für mich gut funktioniert. Ich mache manchmal Screenshorts, die ich dann mit meiner Sprachlehrerin (die ich über Preply gefunden habe) bespreche.

          Beste Grüße
          cR

  28. Pingback: Bildschirmtastatur: Neue Worte – FSURG

  29. Hallo ☺

    Ich habe sämltliche Testberichte zu Rosetta Stone gelesen, danke erstmal für so viel ausführlichkeit.
    Nun zu meiner Frage, ich muss/möchte mein Englisch auffrischen bzw Neu erlernen, da meine Schulzeit schon etwas her ist und ich Englisch nie wirklich praktisch angewand habe, nicht mal im Urlaub.
    Nun stehe ich vor einem beruflichen Neuanfang, in dem Englisch gewünscht wird. Ich habe im Testbericht zwar herausgefunden, dass ich mit RS dann Englisch kann, aber reicht dieses Englisch auch für den Beruf?
    Ich werde künftig in einem Krankenhaus arbeiten, betreue dort hauptsächlich Privatpatienten und sollte dies auch auf Englisch tun können, sagt mein zukünftiger Chef, der natürlich nicht bereit ist, mir die Hälfte zum Kurs zuzugeben.
    Ich muss kein medizinisches Englich können, darum meine Frage:
    Ist RS trotzdem für mich geeignet? Ich denke für den Preis sollte ich kommunizieren können mit Patienten, oder?

    Vielen Dank schonmal für die Antwort ☺

    Lieben Gruß Melanue

    1. Hallo Melanie,

      ja, Rosetta Stone hat bei uns sehr gut abgeschnitten und es sollte auch dir helfen, Englisch flüssig zu sprechen. Bedenke, dass du hier viel mehr als einen Sprachkurs erhältst. Du kannst ja auch mit einem Sprachlehrer üben, etc. Es gibt ja auch noch Rosetta Stone Advanced, dass du dann als Aufbau noch dran hängen könntest. Vielleicht gibt es dort sogar spezielle Kurse für dein Berufsbild, denn die Advanced-Kurse sind anders aufgebaut. Da müsstest du aber nochmal bei RS nachfragen.

      Ob Rosetta Stone das allerbeste Programm für dich ist, kann ich allerdings auch nicht mit Gewissheit sagen. Für eine seriöse Empfehlung müsste ich mehr über dich wissen. Hast du schon mal diese Lerntypen-Analyse hier gemacht? Das ist immer gut, um herauszufinden, welcher Kurs am besten zu einem passt.

      Viele Grüße
      cR

  30. Hallo Christian,
    Vielen herzlichen Dank für Deine ausführlichen Berichte! Ich denke ich bin der klassische Rosetta Lerntyp 🙂 wil also ein Abo.
    Einige Randfragen dazu habe ich jedoch noch. Doch die kan ich mir weder mit Hilfe der Webseite noch über Internetsuche selber beantworten. Daher stelle ich sie Dir und hoffe Du weisst mehr.
    1) Wenn ich ein Abo nehme, kann ich dann mehrere Sprachen gleichzeitig lernen? Oder besser gesagt kann ich mit meinem Mann die Abo teilen? Er Spanisch, ich Italienisch? Oder muss ich für jede Sprache ein extra Abo abschließen?
    2) Mit der App konnte ich ein paar kleine Lektion testen, auf dem Computer gelingt es mir einfach nicht eine echte Testversion zu starten. Ist das normaal oder meine Inkompetenz?
    3) Über die App bekomme ich ein Abo Angebot: Lebenslang für € 229,99. Klingt gut bei den monatlichen Abo-kosten. Doch ich traue dem Braten nicht… klingt zu schön um wahr zu sein. Auf der Website gibt es dieses Angebot nicht (im Gegensatz zu Mondly) und auch wenn ich das im Internet recherchiere finde ich ausser einem Beitrag nichts hier drüber… weisst Du mehr? Ist das dann nur eine abgespeckt App-Variante, oder eine Download-Version fürs Telefon die ausläuft weil die ja ganz auf Online-Kurs umgestiegen sind?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Mit freundlichen Grüssen, Anke

    1. Hallo Anke,
      Danke für deine Anfrage. Ich versuche, soweit ich kann, deine Fragen zu beantworten. Aber auch hier gilt, das was Rosetta Stone sagt, gilt zum Schluss. Da auch die natürlich immer etwas ändern können, was ausserhalb meiner Macht oder meines Kenntnisstandes liegt. Deswegen alle Angaben ohne Gewähr 🙂

      1.) Das geht bei Rosetta Stone meines Erachtens nicht. Du musst pro Nutzer eine Lizenz erwerben. Da man auch jede Sprache einzeln käuflich erwirbt. Dein Lernstand ist dann auch an deine E-Mail-Adresse gekoppelt und wird so über mehrere Geräte synchronisiert. Da es sich bei RS um eine Lern-Suite handelt, hängt da ja auch noch mehr dran, wie der Unterricht im Virtuellen Klassenraum.

      2.) Schwierige Frage, die ich mal lieber nur indirekt beantworte 😉 Bei meinem letzten Test war der eigentliche Sprachkurs in der App und auf dem Rechner absolut identisch. Du kannst es also zum Testen gut nehmen. In der Webversion hat man (nach Kauf) dann eben mehr Versionen und ich bin mir sicher, dass du das dann auch hinbekommst.

      3.) Von dem lebenslangen Zugang habe ich gehört, aber noch nicht getestet. Da bin ich mit Empfehlungen sehr vorsichtig, mangels ausreichender Informationen. Grundsätzlich gilt, dass Käufe in der App meist wesentlich teurer sind, als hier im Web. Der Grund ist recht einfach. Die Anbieter wie Rosetta Stone geben da die 30% App Store Gebühren weiter, die man beim Kauf über das Web sparen kann. Dies war in meinem letzten Rosetta Stone Test sehr deutlich. Sollte es sich dabei aber, wie von dir vermutet, um die alte Downloadvariante handeln, dann würde es mich wundern, die war ja hpts. für das Nutzen auf dem Rechner gedacht (hatte aber 4 Lizenzen).

      Als Sprachlerncoach und -HACKer will ich das ganze aber noch mal unter einem anderen Gesichtspunkt sehen. Gerade, weil du auch Mondly erwähntest. Diese sind unsere Motivationssieger und bieten einen tollen lebenslangen Zugang für alle Sprachen (hier mehr Infos). Ein direkter Vergleich ist aber kaum möglich. Und gerade weil Rosetta Stone nicht so ein Motivationswunder ist, würde ich eher zur 6-Monats-Variante bei RS raten. Das erhöht den Druck, es auch wirklich zu nutzen. Ein sanfter positiver Druck auch dranzubleiben. Und die Erfahrung zeigt, dass 6 Monate ein guter überschaubarer Zeitraum sind, in dem man die Motivation gut hochhalten kann. (Lebenslang motiviert da eher zum Aufschieben) Ziel sollte es sein, jede Woche eine der 20 Hauptkapitel durchzuarbeiten. Mit ein bissl Puffer haut das dann super hin. Viele meiner Kunden haben so mit Rosetta Stone sehr gute Erfahrungen gemacht. Und natürlich empfiehlt sich unser ChallengeHACK, damit du auch gleich die richtigen Lerngewohnheiten ausbildest 😉

      Ich hoffe, das hilft dir weiter.
      Beste Grüße
      cR

  31. Ich verstehe die Begeisterung nicht. Ich habe ihn 3 Monate getestet und es war das schlechteste das mir je untergekommen ist.
    – Es fehlt die Möglichkeit bei Bedarf Grammatik oder Wörter nachzuschlagen. Bei einzelnen Wörtern mag die Methode noch funktionieren aber bei ganzen Sätzen, wenn man überhaupt keine Vorkenntnisse hat, weiss man später zwar irgendwann was dieser Satz bedeutet. Man wird aber nicht in der Lage sein eigene Sätze zu bilden. Egal wie ungern man es finden mag, ohne Grammatik wird man keine Sprache lernen können. Selbst Muttersprachler müssen dort durch.
    – Das Sprachprogramm funktioniert überhaupt nicht bis fehlerhaft. Es erkennt die Worte nicht und ist deshalb nicht hilfreich zum lernen. Ich habe einmal in einem Satz anstelle des Wortes „grün“ das Wort „Familie“ gesagt und dennoch wurde es mir als vollkommen richtig angezeigt. Ebenso als ich dann irgendetwas gesagt habe was nicht mal ein Wort ist erhielt ich das vollständig richtig. Und am Gerät konnte es nicht liegen denn es war auf allen der Fall.
    Meiner Meinung nach gibt es bessere Alternativen. Erst recht für das Geld. Da für kann man sich dann auch einen Präsenzkurs leisten und die Sprache richtig lernen. Hier ist es nur rausgeworfen.

    1. Hallo Hailfinger,

      Danke für dein Feedback. Du hast ja Rosetta Stone auch lange getestet und hey, unser Motto lautet ja nicht umsonst, jeder lernt anders. Gerade deswegen haben wir ja unter anderem die Lerntypenanalyse entwickelt, damit wir dem Kunden den Kurs empfehlen können, der am besten zu ihm/ ihr passt.

      Ich persönlich teile deine Meinug zu Rosetta Stone und Grammatik lernen nicht. Ich selbst und Hunderte von Kunden haben schon eine neue Sprache gelernt, ohne auch nur eine Grammatikregel zu kennen. Das ist wirklich nicht notwendig. Und auch Muttersprachler „müssten da eigentlich nicht durch“!

      Schau dir mal eine Einschulung an. Du wirst erstaunt sein, wie viele Kinder schon grammatikalisch richtig reden, ohne dass sie je Grammatik „gelernt“ haben. Sie haben schlicht den Eltern zugehört und das Gehirn macht den Rest. Es versteht nämlich über die Zeit ganz automatisch, was richtig ist und was nicht.

      Bezüglich der Spracherkennung hast du Recht. Die ist bei vielen Programmen sehr verbesserungswürdig. Bei Rosetta Stone funktionierte sie im Test eigentlich noch besser. Soweit ich mich erinnere, konnte man in der Webversion die Genauigkeit der Spracherkennung einstellen. Das ist wichtig, da gerade Anfänger teilweise noch sehr undeutlich und mit viel Akzent sprechen. Da ist es gut, wenn die Spracherkennung großzügig ist. Du willst sie dir vielleicht etwas schärfer stellen.

      Das Thema Spracherkennung ist auch super schwer, für die Hersteller genau zu machen. Nehmen wir eine Google Spracherkennung, die funktioniert meist viel besser. Allerdings ist sie auch darauf traniniert, die richtige Sprache eines Muttersprachlers zu verstehen. Wenn man gerade mit einer neuen Sprache beginnt, ist das aber eine andere Geschichte.

      In dem Zusammenhang hilft der angesprochene Sprachunterricht. Da kann ich nicht ganz nachvollziehen, wie du zu dem Schluss kommst, dass man für den Preis von Rosetta Stone Präsenzunterricht besuchen kann? Abgesehen, dass Unterricht im virtuellen Klassenraum bei Rosetta Stone im Preis inbegriffen ist. Darüber hinaus kosten Sprachschulen ein Vielfaches des Preises und dann kannst du wieviel pro Woche lernen? Eine Stunde, zwei? Und wieviel sprichst du da aktiv? 5 Minuten?

      Rosetta Stones Ansatz ist definitiv anders, ja. Darauf muss man sich einlassen. Für viele Lerner passt es dann und sie erzielen tolle Erfolge. Andere, sollten in der Tat schauen, was ihnen an dem Ansatz nicht gefällt und eben entsprechend einen anderen wählen. Die Auswahl ist ja groß genug.

      Viele Grüße
      cR

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