Mit vorgefertigten Kursen oder mit eigenen Inhalten lernen?

Frau unterscheidet zwischen Tablet oder Buch

Abonniere ich einen Babbel Online Sprachkurs oder nutze ich meinen Lieblingsfilm zum Sprachenlernen? Ist das Motivationswunder Mondly besser zum Sprachenlernen geeignet oder doch mein Lieblingsbuch? Es ist gar nicht so leicht, herauszufinden, was für mich persönlich am besten geeignet ist. Denn beide Vorgehensweisen haben ihren Reiz. Und genau diese Vorzüge sowie die jeweiligen Nachteile werden in diesem Blog-Artikel genauer beschrieben.

Warum stellt sich diese Frage überhaupt?

Vorgefertige Sprachkurse nutzen oder mit eigenen Inhalten lernen – was ist besser? Es mag vielleicht auf den ersten Blick eine etwas komische Frage sein, sind wir doch gewohnt, die meisten Lerninhalte immer auf dem Silbertablett präsentiert zu bekommen. Den Anfang machte das Schulbuch, das wohl kaum jemand hinterfragte und auch in der Universität ist der Unmut häufig groß, wenn es kein die Vorlesung begleitendes Skript gäbe. Doch engen wir uns damit nicht viel mehr ein, als eigentlich notwendig wäre?

Bei dem Uni-Beispiel wahrscheinlich weniger, geht es doch darum, in möglichst kurzer Zeit soviel Faktenwissen wie möglich zu sammeln (zumindest in einigen Studiengängen). Doch mit dem Sprachenlernen verhält es sich anders. Dort stehen uns mehr oder weniger alle nur denkbaren Inhalte zur Verfügung. Und es bedarf eigentlich nicht zu enger Vorgaben. Darüber hinaus haben wir ja schon gesehen, wie wichtig der Spaß beim Lernen ist und der kommt meist mit unseren Hobbies und Lieblingsinhalten daher.

Lese-Tipp! Unsere Empfehlung für das Lernen mit den eigenen Hobbies und wie Sie dies umsetzen sind die Artikel „Sprachaufgaben für den Alltag“ oder auch unser SprachlernHACK „Der PolyglottenHACK“!

Fertige Sprachangebote versus eigene Inhalte – Eine kleine Definition

Schauen wir uns aber zunächst erst einmal genau an, was mit vorgefertigten Sprachangeboten gemeint ist und was mit eigenen Inhalten.

Unter einem fertigen Sprachangebot verstehen wir jede Art von kommerziellem Produkt, das Sie auf Ihrem Sprachabenteuer führen soll. Nehmen wir zum Beispiel die Testsieger auf talkREAL: Babbel und Rosetta Stone. Beide nehmen Sie an der Hand und Sie lernen mit vorgefertigten Inhalten die Sprache Ihrer Wahl.

Eigene Inhalte unterscheiden sich davon fundamental, da Sie beispielsweise Ihr Lieblingsbuch und ein zugehöriges Hörbuch oder einen Film nutzen, um sich, mit vorher gelernten Lerntechniken, die Sprache selbst beizubringen. Ersteres Beispiel ist im Detail im GeheimwaffenHACK beschrieben und wer uns schon länger folgt, der weiß, dass wir mit der Lerntechnik unsere transREAL-Methode meinen.

Pro und Contra – Glanz und Schatten bei beiden Methoden

Beide Vorgehensweisen haben unseres Erachtens jeweils Vor- und Nachteile, die in der nachstehenden Auflistung dargestellt sind:

Vorgefertigte Kurse:
+ Direktes Loslernen möglich
+ Didaktisch (meist) gut aufgebaut
+ Abgestimmter Medien-Mix (je nach Produkt)
  Weniger interessante Inhalte
  In der Regel wesentlich teurer

Eigene Inhalte:
+ Spannende Inhalte
+ Effektivstes Lernen möglich, da eigene erfolgreiche Lernmethoden anwendbar
+ Meist sehr kostengünstig
  Gerade zu Beginn zeitaufwendiger
  Weniger strukturiertes Lernen

Die Punkte sind an sich selbsterklärend. Doch wie finden Sie heraus, was für Sie die bessere Vorgehensweise ist. So geht’s:

  • Vergeben Sie Punkte auf einer Skala von 0 bis 5 für jeden hier aufgezählten Fakt.
  • Wenn Ihnen ein Argument sehr wichtig ist, dann vergeben Sie 5 Punkte.
  • Wenn es für Sie persönlich weniger ausschlaggebend ist, dann notieren Sie bspw. eine 3 oder 2.
  • Null Punkte können Sie vergeben, wenn es für Sie gar nicht wichtig ist.
  • Zum Schluss einfach die Punkte zusammenzählen (bei den Nachteilen entsprechend die Punkte abziehen).
  • Je nachdem, ob Sie nun bei den vorgefertigten Produkten oder eben beim Lernen mit eigenen Inhalten die meisten Punkte haben, sollten Sie diese Vorgehensweise verstärkt ins Auge fassen.

Allerdings möchte ich mir noch einmal einen Aspekt der obigen Liste herausgreifen – den Spaß am Lernen dank interessanter Inhalte.

Vorschlag zur Vorgehensweise – Alles zu seiner Zeit

Wir sehen immer wieder, dass gerade zu Beginn, wenn die Motivation noch groß ist, es sich lohnt, direkt mit dem Lernen zu beginnen. Da bieten sich die vorgefertigten Kurse an. Basierend auf Ihrem Lerntyp, sollten Sie das für sich beste Programm finden und los geht’s! (Mehr zu unserer wissenschaftlichen Lerntypen-Analyse finden Sie hier.)

Wie wir erst kürzlich gesehen haben, ist das mit der Motivation aber so eine Sache. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, wenn man in einem kleinen Motivationsloch mit seinen Lieblingsinhalten vollkommen selbstständig weiterlernen kann. Denn hier ist und bleibt der Spaßfaktor nun mal wesentlich größer.

talkREAL Vorgefertigte Kurse versus Eigene Inhalte

Da es bei letzterem allerdings ein bisschen mehr Vorbereitung bedarf, sollten Sie damit am besten schon früh anfangen. Wer sich für die genaue Vorgehensweise interessiert, der ist eingeladen, einen Blick auf unsere SprachlernHACKS zu werfen (hier anmelden und kostenfrei 5 HACKS erhalten). Sie finden dort auch detaillierte Tipps, wie Sie herausfinden, was Ihnen mehr liegt, vorgefertigte Kurse oder mit eigenen Inhalten zu lernen. Natürlich zeigen wir Ihnen auch Schritt für Schritt in verschiedenen HACKS, wie Sie Ihre Lieblingsinhalte am besten anwenden!

talkREAL-Tipp: Eine wunderbare Mischung beider Vorgehensweise ist, vorgefertigte Kurse auf sich persönlich anzupassen. Mehr dazu finden Sie unter Tipp 09 des 11-Punkte Plans zum effektiven Sprachenlernen.

Fazit: Lernen mit eigenen Inhalten

Wie gehen Sie am liebsten beim Lernen einer neuen Sprache vor? Nutzen Sie vorgefertigte Sprachangebote oder bleiben Sie bei Ihren Lieblingsinhalten und nutzen diese zum Sprachenlernen? Oder wenden Sie beides parallel an? Teilen Sie uns Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen in den nachstehenden Kommentaren mit!

Bildnachweis: © stocksnap.io/author/rawpixel

2 Gedanken zu „Mit vorgefertigten Kursen oder mit eigenen Inhalten lernen?“

  1. Hallo Christian!
    Ein interessantes Thema, das du da aufgreifst und das ich sehr gerne aus meiner persönlichen Erfahrung als Sprachenliebhaberin kommentieren möchte.
    Ich finde, dass du sowohl bei den Pro- als auch bei den Kontra-Argumenten ins Schwarze triffst.
    Ich bin bis jetzt beim Sprachenlernen am besten damit gefahren, dass ich eine Mischung aus beiden Lernmethoden genutzt habe. Ich finde, dass ein vorgefertigter und klar strukturierter Kurs oder ein Buch sehr sinnvoll ist, um Grundlagen zu erlangen. Denn das sind Experten in dem Bereich, die einem eine bestimmte Richtung weisen und dich unterstützen.
    Darüber hinaus nützt aber nichts, wenn bald die Motivation schwindet. Und so hole ich mir gerne eigenes Material dazu, das mich überhaupt erst dazu gebracht hat, diese Sprache zu erlernen.
    Sei es eine interessante Zeitung in Originalsprache oder ein Buch oder ein Film. Und ich fertige gerne eigene Übersichten zum Erlernten an.
    Das motiviert, erzeugt automatisch ein sinnvolles multimediales Lernen des Fachs und hält dich zudem bei Laune. Insbesondere, wenn du merkst, dass der Kurs tatsächlich erste Erfolge zeigt und du dein Wunschmedium plötzlich verstehst. 🙂

    In diesem Sinne danke für deinen sehr interessanten Beitrag!

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